„Operation Madaras“

Autos um halbe Million gestohlen: Täter entlarvt

Burgenland
06.10.2026 16:00

Auf Park-&-Ride-Anlagen und bei Bahnhöfen stahlen zwei Slowaken seit Monaten insgesamt 21 Autos. Begehrt waren insbesondere VW-Modelle. Die Beute brachten die mutmaßlichen Diebe (43 und 54 Jahre) in den Raum Bratislava. Die „Operation Madaras“ führte zum Erfolg. Bei der Einreise wurden die Serientäter festgenommen.

Seit Monaten trieben zwei Slowaken in Ostösterreich ihr Unwesen. Die Profi-Kriminellen sind über die Grenze gekommen, weil sie es gezielt auf Autos abgesehen haben. Ins Visier genommen wurden vorwiegend profitable VW-Modelle. Quer durch das nördliche Burgenland bis nach Niederösterreich zog sich die Spur der Kfz-Diebe. Als sich die Fälle häuften, wurde Anfang des Jahres die „Operation Madaras“ mithilfe einer eigens eingerichteten Sonderkommission ins Leben gerufen.

Die dreisten Coups gingen weiter. Auf Park-&-Ride-Anlagen oder im Umfeld von Bahnhöfen, Fitnessstudios und Kinos schlugen die Serientäter zu.

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Die Fahrzeuge wurden so schnell wie möglich über die Grenze in den Raum Bratislava gebracht.

Ein Ermittler von der Polizei

Tatmuster zeichnete sich ab
„Die Fahrzeuge wurden so schnell wie möglich über die Grenze in den Raum Bratislava gebracht. Bald zeichnete sich ein bestimmtes Tatmuster ab“, teilt ein Ermittler mit. Die Taktik des 54-jährigen Hauptverdächtigen war durchschaubar. Als der Kfz-Dieb im September erneut nach Österreich einreiste, waren ihm Fahnder aus der Luft bereits auf den Fersen. Die Crew des Polizeihubschraubers „Libelle Alpha“ wich dem mutmaßlichen Autodieb nicht von der Seite. In einem günstigen Augenblick erfolgte der Zugriff.

Bei den Verdächtigen klickten die Handschellen.
Bei den Verdächtigen klickten die Handschellen.(Bild: Uta Rojsek-Wiedergut)

Der Slowake und sein Komplize (43) wurden festgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt sind die beiden in U-Haft. In ihrem Tatfahrzeug stellte die Polizei Störsender, elektronische Diebstahlgeräte, manipulierte Steuergeräte für diverse Kfz-Marken und Einbruchswerkzeug sicher. Der 54-Jährige zeigte sich geständig.

21 Diebstähle aufgeklärt
Erfolg für die „Operation Madaras“: In enger Kooperation konnten das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt in Eisenstadt 21 Autodiebstähle mit einem Schaden von 500.000 Euro aufklären. In sieben weiteren Fällen ist der Coup gescheitert. „Die Ermittlungen sind noch nicht zur Gänze abgeschlossen“, heißt es.

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