Regelung für alle?

Zeitumstellung: Neue Studie als Entscheidungshilfe

Österreich
06.10.2026 13:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Nacht auf den 25. Oktober wird in Österreich die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Trotz anhaltender Kritik und Forderungen nach einem Ende der Zeitumstellung ist bislang nicht viel passiert. Die EU-Kommission will nun bis Jahresende eine neue EU-Studie vorgelegen, die vielleicht bei der Entscheidung hilft.

Die Kommission betont aber, dass die Mitgliedstaaten entscheiden sollten, ob sie die Sommer- oder die Winterzeit dauerhaft behalten wollen: Nach einem intensiven Austausch mit den Ratspräsidentschaften und einzelnen EU-Staaten zu den rechtlichen und praktischen Fragen zum EU-Gesetzesvorschlag zur Abschaffung der Zeitumstellung (der 2018 vorgelegt wurde; Anm.) liege der Schwerpunkt weiterhin auf der Förderung eines Konsenses unter den Mitgliedstaaten.

Nach deren Forderungen einer weiteren Analyse habe die Kommission eine Studie in Auftrag gegeben, um die Entscheidungsfindung zu unterstützen.

EU-Parlament will Ende der Umstellung
„Unsere Arbeit an der Studie ist im Gange, und wir gehen davon aus, dass sie bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird“, so der Sprecher weiter. Die Studie solle die verschiedenen Auswirkungen und Szenarien bewerten, die sich aus einer Entscheidung der Mitgliedstaaten für eine dauerhafte Zeitregelung ergeben könnten.

Das Europäische Parlament hat schon 2019 das „Aus“ der Zeitumstellung beschlossen, umgesetzt wurde das bisher nicht. Eine qualifizierte Mehrheit aus Anzahl der Bevölkerung und Mitgliedsländern müsste für eine Abschaffung stimmen. Die Mitgliedsländer sind in der Frage jedoch nicht einer Meinung.

Eingeführt während der Ölkrise
Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang. Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit erst 1980 ein.

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