Vier Tatorte

Mini-Beute und Mega-Ärger bei Kindergarten-Coups

Oberösterreich
05.10.2026 15:02

Es ist ein Mega-Ärger, aber nur eine Mini-Beute! In Marchtrenk (OÖ) knackten Einbrecher am Wochenende ungesehen vier städtische Kindergärten. Dabei richteten sie zigtausend Euro Schaden an, nahmen aber nur ein paar Euro Bastelgeld mit. Und bei einer Einrichtung gab's Entschuldigungsschreiben der Polizei für die Eltern, die ihre Kinder nicht abgeben durften.

Für ausgiebige Beutezüge nützten Einbrecher in Marchtrenk das Wochenende. Am Montag, um 7 Uhr früh, schlugen Mitarbeiter von vier der sechs Gemeindekindergärten im Stadtamt Alarm: „Bei uns wurde eingebrochen!“ Die Gauner hatten Fenster aufgezwängt, Scheiben eingeschlagen und in den Räumlichkeiten versperrte Kästen geknackt und ruiniert. Tausende Euro Sachschaden stehen gerade einmal 127 Euro Bargeld – aus insgesamt zwei Kindergärten – als Beute gegenüber.

Spurensicherung lief am Morgen
In einem Kindergarten gab’s organisatorischen Mehraufwand, da die Polizei Eltern samt Kinder wegen der laufenden Spurensicherung nach Hause schickten. „Sie gaben vorgedruckte Entschuldigungsschreiben für die Eltern mit, damit sie zumindest keinen Urlaubstag verbrauchen müssen“, sagt Bürgermeister Paul Mahr (SPÖ).

„Kaum Bargeld in städtischen Einrichtungen“
Und er betont, dass sich Einbrüche in den rund 30 Gebäuden, die der Stadtverwaltung unterstehen, nicht lohnen. „Es gibt die Anweisung, dass maximal kleine Geldbeträge vor Ort verwahrt werden dürfen, der Rest muss immer gleich in die Stadtkasse einbezahlt werden“, erklärt der Stadtchef.

Auch in Privathäuser eingestiegen
Die Einbrecher dürften mit der Beute in den Kindergärten auch nicht zufrieden gewesen sein, stiegen offenbar auch in mehrere private Gebäude am Stadtrand ein. Wie hoch hier Schaden und Beute sind, muss erst zusammengezählt werden.

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