Am Sonntag sollen die Würfel fallen: Wohin steuert die Sozialdemokratie? Die steirische SPÖ hält sich noch bedeckt – doch dass Chef Max Lercher kein Fan von Andreas Babler ist, ist kein Geheimnis.
Der SPÖ stehen Schicksalstage bevor: Halten die Genossen an Andreas Babler fest und verlieren mit ihm an der Spitze mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die nächsten Wahlen? Oder sehen sie im 71-jährigen Medienmanager Gerhard Zeiler einen neuen roten Messias?
Nun, das weiß zur Stunde niemand, und auch in der steirischen SPÖ hätte man die leidige Obmanndebatte lieber heute als morgen beendet – schließlich beschäftigt sich die Partei wieder einmal nur mit sich selbst. Dabei gäbe es genügend Themen, die den Menschen unter den Nägeln brennen: die taumelnde Autoindustrie, Kündigungswellen in unseren Industriebetrieben, unverschämt hohe Spritpreise und eine bevorstehende Heizsaison, die uns noch teuer zu stehen kommen wird.
Max Lercher wirkt bei der abendlichen Pressekonferenz fast schon verzweifelt, weil er am liebsten genau über diese Probleme sprechen würde, aber nur zu den roten Querelen gefragt wird. Dass der steirische SPÖ-Chef, der als Mann der Basis gilt, nun wieder in die Bundesgremien zurückkehrt, ist ein gelungener Schachzug. Denn in Wien braucht es dringend einen wie ihn, der dem zerstrittenen Haufen einmal ordentlich die Meinung sagt!
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