Bis er im Februar in seinem Berufungsverfahren wieder vor Gericht muss, will Königin Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby Berichten zufolge arbeiten. Demnach sei er bereits auf der Suche nach einem Job.
Seit dem 13. Juli 2026 darf Marius Borg Høiby seine Untersuchungshaft mit einer Fußfessel auf dem Anwesen seiner Mutter Mette-Marit und König Haakon verbringen. Nun will er diese Zeit offenbar auch beruflich nutzen.
Laut Anwalt ist Marius „motiviert“, eine Stelle zu finden
Sein neuer Anwalt Alexander Greaker bestätigte gegenüber „Dagbladet“, dass sein Mandant auf Jobsuche ist. „Er ist motiviert, mit der Arbeit zu beginnen, und möchte diese Zeit nutzen, um ein konkretes Stellenangebot zu erhalten“, erklärte Greaker.
Offenbar lassen die aktuellen Auflagen eine berufliche Tätigkeit zu. Er habe angeblich bereits Bewerbungen geschrieben und losgeschickt. Høiby hat vor seiner Inhaftierung unter anderem als Motorradmechaniker, Verkäufer für eine Party-App-Entwicklungsfirma und als Praktikant bei einem Modedesigner gearbeitet. Zudem war er zeitweise als Redakteur tätig und trat im Jahr 2016 als Statist in der norwegischen Jugendserie „Skam“ auf.
Ob sich allerdings ein Arbeitgeber findet, dürfte eine schwierige Frage sein. Norwegische Medien und Kommentatoren diskutieren bereits skeptisch darüber, wie realistisch eine Jobsuche mitten in einem laufenden Strafverfahren ist.
Von bisherigen Anwälten getrennt
Kurz nach dem Staatsbegräbnis von König Harald, bei dem sich Høiby erstmals seit Monaten wieder öffentlich gezeigt hatte wurde bekannt, dass seine Berufung zugelassen worden war. Wenig später trennte er sich von seinen bisherigen Anwälten Ellen Holager Andenæs und Petar Sekulic. An ihre Stelle traten Alexander Greaker und Daniel Storrvik.
„Jetzt bringen wir eine neue Perspektive ein und haben die Möglichkeit, eine neue Strategie zu entwickeln. Das werden wir auch tun“, erklärten die beiden Juristen.
Erstinstanzlich zu vier Jahren Haft verurteilt
Høiby ist vom Osloer Bezirksgericht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil betraf unter anderem Vergewaltigungsvorwürfe und Gewalt gegen eine frühere Partnerin.
Høiby legte Berufung ein. Diese wurde am 10. September 2026 zugelassen. Damit wird das Verfahren in wesentlichen Punkten vor dem Berufungsgericht Borgarting neu aufgerollt. Der neue Prozess soll am 9. Februar 2027 beginnen. Vorläufig sind 16 Verhandlungstage angesetzt.
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