Drei Verletzte

Pilot rammte vor dem Start fünf Leichtflugzeuge

Salzburg
04.10.2026 19:00

Schockmoment am Abreisetag des Krimmler Fly-In! Bei dem Treffen der Gebirgspilotenvereinigung – wo Leichtflugzeuge aus ganz Österreich dabei sind – lenkte ein erfahrener Pilot seine Maschine in fünf andere. Drei Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Die „Krone“ hat mit dem Veranstalter gesprochen...

„Wir sind tief betroffen und ich hoffe, dass alle Beteiligten und Verletzten bald wieder genesen sind.“ Der Schock saß tief beim Präsidenten der Gebirgspilotenvereinigung, Stefan Rabensteiner. Am Sonntag fand der letzte Tag des Krimml Fly-In statt – einem dreitägigen Treffen vieler Kleinflugzeuge des Vereins.

Am Sonntagvormittag, dem eigentlichen Abreisetag, passierte dann das Unglück: Einer der Teilnehmer wollte gerade den Heimflug antreten, war mitten im Startlauf als er plötzlich seine Cessna L-19 nach links lenkte und fünf weitere Leichtflugzeuge rammte.

Vielleicht „technisches Gebrechen“ schuld
Eine Person stand in der Nähe der Flugzeuge und wurde verletzt. Der Pilot selbst wurde schwer verletzt, eine Mit-Insassin leicht. Der Schwerverletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus in Schwarzach geflogen, die beiden anderen verbrachte das Rote Kreuz ins Tauernklinikum in Zell am See. Stefan Rabensteiner schildert: „Es könnte durchaus auch ein technisches Gebrechen verantwortlich gewesen sein, wir wissen es derzeit einfach nicht.“

Mann war erfahrener Pilot
Laut Rabensteiner habe es sich um den ersten derartigen Zwischenfall beim Krimml Fly-In gehandelt. Der Pilot, der den Startversuch abgebrochen hatte und mit den anderen Flugzeugen kollidierte, sei ein sehr erfahrener Flugkapitän gehandelt. Mehrere Jahrzehnte dürfte der Mann an Erfahrung in der Luft aufweisen.

Grund für Kontrollverlust unklar
Warum er scheinbar die Kontrolle verloren hatte, muss nun von Polizei und der Flugunfallkommission geklärt werden. Diese waren auch umgehend vor Ort. Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat einen Flugsachverständigen zur Klärung beigezogen. Dieser unterstützt das Landeskriminalamt bei den Ermittlungen.

Rabensteiner, der das Krimml Fly-In seit 2020 veranstaltet, schildert den Ablauf des Schreckmoments: „Ich habe den Unfall nicht selbst gesehen. Aber nach der Kollision haben wir sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet, unser Maßnahmenplan hat zwar einwandfrei funktioniert – das lindert natürlich nicht das Leid der Verletzten.“ Wenige Stunden nach dem Vorfall gab die Austro-Control den Flughafen übrigens für die letzten Heimflieger frei.

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