Ärzte ohne Grenzen
Arztpersonal in DR Kongo an Ebola erkrankt
Eine Person, die für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in der Demokratischen Republik Kongo im Einsatz ist, ist an Ebola erkrankt. Mittlerweile sind rund 4000 Menschen an der Krankheit gestorben.
Die erkrankte Person werde unter Einhaltung strikter Sicherheitsvorkehrungen ausgeflogen und in ein Krankenhaus in den Niederlanden gebracht, teilte die Organisation Ärzte ohne Grenzen mit. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau, einheimisch oder Ausländer handelt, wollte die Organisation zur Wahrung der medizinischen Vertraulichkeit nicht sagen.
Rund 4000 Todesopfer
Alle Fachkräfte würden geschult und mit den besten Schutzmaterialien ausgestattet, aber ein Restrisiko bleibe, hieß es. Kongo erlebt den größten je registrierten Ausbruch der lebensgefährlichen Krankheit. Rund 8000 Fälle sind bekannt, rund 4000 an Ebola erkrankte Menschen sind gestorben. Insgesamt sieben Provinzen des zweitgrößten Landes Afrikas sind betroffen.
Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle aus. In der Konfliktregion mit hunderttausenden Vertriebenen ist es für Einsatzkräfte schwierig, die nötigen Maßnahmen umzusetzen.
Auch gute Nachrichten im Kampf gegen Ebola
Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC berichtete in ihrem jüngsten Briefing jedoch auch über eine hoffnungsvolle Entwicklung: In der nordostkongolesischen Provinz Ituri, einem Zentrum des Ausbruchs, sank in den letzten drei Wochen die Zahl der Fälle um 25 Prozent. Eine Entwarnung bedeutet dies aber nicht: In der Nachbarprovinz Nord-Kivu gab es im gleichen Zeitraum einen Anstieg um 56 Prozent.
Noch kein Impfstoff vorhanden
Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bis dato weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Derzeit laufen seit Juli allerdings klinische Versuche zur Testung zweier antiviraler Therapieverfahren.

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