Eine Freundschaft, die seit Jahrzehnten besteht: Valentin Hauser und Literat Peter Handke. Erlebnisse, Erinnerungen der beiden Griffner zu lesen im neuen Buch von Hauser.
„Peter würde für einen Freund sein letztes Hemd ausziehen. Es ist mir eine Ehre sein Freund sein zu dürfen“, sagt Valentin Hauser (77). Der Griffner ist seit 50 Jahren mit dem weltweit bekannten Schriftsteller Peter Handke befreundet. „Er hat mich eigentlich zum Schreiben geführt“, so Hauser.
„Ein sehr liebes Buch“
Vor 15 Jahren hat Handke ihn animiert, das Buch „Greutschach, ein Bergdorf erzählt“ zu schreiben. Nun ist das achte Buch des Autors „Ein Stück des Weges mit meinem Freund Peter Handke“, noch druckfrisch! „Er hat das Werk gelesen und sehr lieb reagiert. Er schrieb mir, es ist ein sehr liebes Buch, es wird den Leuten gefallen.“
Seit über 50 Jahren sind die Griffner eng in Freundschaft verbunden. „Es gibt einen Koffer voller Aufzeichnungen, insgesamt 1300 Seiten von den letzten Jahrzehnten“, so der Autor. Auch das Kochen, mit Kochchampion Hauser bei der Fernsehsendung „Frisch gekocht“ vereint die Griffner.
Zufällig getroffen, heute eng befreundet
„Uns verbindet aber auch die Leidenschaft des Wanderns, unser Heimatort, unzählige Ausflugsfahrten, Besuche bei uns daheim, das Pilze Sammeln“, so Hauser. Verbunden aber nicht nur dadurch: „Wir reden über Gott und die Welt, übers Leben.“ Kennen gelernt hatten sich die beiden am Gemeindeamt in Griffen. „Damals war ich 16 und Peter 23 Jahre alt. Ich kannte ihn damals nur vom Hörensagen. Ich wusste nur, dass er ein literarischer Aufsteiger geworden war.“
Doch im Laufe der Jahrzehnte ist eine tief verwurzelte Freundschaft entstanden. „In meinem Buch steht nicht der Literaturnobelpreisträger sondern der Mensch Handke im Focus“, so Hauser. Der begnadete Schreiberling ist seit 52 Jahren mit seiner Edith verheiratet und Vater von Stefan (47) und Sabine (52). Der Schatz ist Enkerl Christina (12): „Peter ist ganz verrückt nach ihr, er fragt bei jedem Schriftverkehr oder Telefonat ob mit ihr alles ok ist.“ Das Buch, mit 176 Seiten und 95 Bildern, ist im Hermagoras Verlag erschienen; im Buchhandel (29,90) erhältlich. Buchpräsentation, Freitag, (19.30 Uhr) im Kultursaal Griffen. Klänge von Arthur Ottowitz.
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