Bis zu 35.000 Euro

Iran lobt Preisgeld für getötete US-Soldaten aus

Ausland
30.09.2026 13:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die iranische Armee hat ein hohes Preisgeld für getötete oder gefangen genommene US-Soldaten ausgelobt. Von bis zu 35.000 Euro ist die Rede. Gleichzeitig prüft die Regierung einen neuen Verhandlungsvorschlag.

Wer einen amerikanischen Soldaten, der als Angreifer iranisches Staatsgebiet betritt, tötet und dessen Leichnam übergibt oder ihn gefangen nimmt, werde belohnt, sagte Armeesprecher Amir Akraminia in einem Interview am Dienstag. Männer sollen umgerechnet etwa 17.500 Euro erhalten, Frauen 35.000 Euro.

Ende Februar hatten die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran begonnen und das Land massiv aus der Luft bombardiert. Der Konflikt ist bis heute nicht gelöst und Verhandlungen stecken seit Monaten in der Sackgasse. Streit gibt es vor allem um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormuz. Immer wieder gab es auch Spekulationen über einen begrenzten Bodeneinsatz des US-Militärs.

Regierung prüft US-Verhandlungsvorschlag
Regierungsangaben zufolge prüft der Iran unterdessen einen Verhandlungsvorschlag aus den USA. Außenminister Abbas Araqchi hat nach seiner Rückkehr aus den USA eine Antwort aus Washington auf einen jüngsten Vorstoß im Streit um die Straße von Hormuz präsentiert, hieß es.

Araqchi hatte dem Bericht zufolge am Rande der UNO-Generalversammlung in New York mit zahlreichen Vertretern über den festgefahrenen Konflikt gesprochen. Der Minister traf sich auch mit Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Aktuell vermittelt vor allem der Golfstaat Katar.

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