„Nichts angeboten“

Trump dementiert Zugeständnisse an den Iran

Außenpolitik
29.09.2026 10:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein brisanter Medienbericht ruft nun Donald Trump auf den Plan. Demnach soll der US-Präsident den Mullahs ihre eingefrorenen Milliarden und ein Ende der Sanktionen versprochen haben, damit der Iran-Krieg endet. Das weist der Republikaner vehement zurück.

Das Nachrichtenportal „Axios“ habe „gerade einen Bericht veröffentlicht, wonach ,Trump‘ dem Iran eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Gelder angeboten hat“, schrieb der US-Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social. „Das ist unwahr. Ich habe ihnen nichts angeboten.“

„Schwindel“
Trump bezeichnete den Bericht als „Schwindel“. Er forderte das Nachrichtenportal auf, ihn zurückzuziehen. „Axios“ berief sich bei seinem Bericht auf ungenannte US-Regierungsvertreter. Demnach ist Trump „bereit, dem Iran Lockerungen bei den Sanktionen zu gewähren und eingefrorene iranische Gelder freizugeben – im Gegenzug für konkrete Schritte des Iran hinsichtlich seines Atomprogramms“.

In dieser Woche wollen Vermittler aus Katar und Pakistan zusammenkommen, um ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zu erörtern. Laut „Axios“ wird erwartet, dass sich die katarischen Vermittler spätestens am Dienstag mit US-Vertretern treffen werden, um über den Vorschlag zu diskutieren. Laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu hofft Irans Außenminister Abbas Araqchi noch am Dienstag auf eine „finale Antwort“ der US-Regierung auf den Entwurf.

Trump lehnte Angebot für Straße von Hormuz ab
Vor wenigen Tagen hatte Trump einem iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Seestraße von Hormuz am Persischen Golf eine Abfuhr erteilt. Zuvor hatte Araqchi gesagt, Teheran habe Washington über Doha einen „Sieben-Tage-Plan“ übermittelt. Ihm zufolge war Teil des Vorschlags, dass die USA zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Laut „Wall Street Journal“ gehörte dazu, dass die USA ihre Seeblockade aufheben.

Ölpreise nach Trumps Absage an Iran gestiegen
Vor dem Iran-Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gemeinsam begonnen hatten, verlief die Schifffahrt in der Meerenge weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Straße von Hormuz transportiert, die auch für den Transport von Flüssiggas und Dünger wichtig ist. Bereits kurz nach Kriegsbeginn brachte der Iran den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen fast zum Erliegen. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft an.

Die USA reagierten auf die Sperre der Meerenge durch den Iran mit einer eigenen Blockade iranischer Seehäfen, um das Land wirtschaftlich unter Druck zu setzen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung