Unfall von Radsportler

Eine letzte Ausfahrt – Zum Tod von Max Riese

Salzburg Newsletter
18.09.2026 10:30

Der traurige Tod von Max Riese (36) lässt kaum einen kalt. Der Elsbethener Extremsportler war bei der Abfahrt vom Rossfeld, einer seiner Hausstrecken, mit einem Hirsch kollidiert. Eine Autofahrerin fand ihn, setzte die Rettungskette in Gang. Vergebens. Der Ultra-Sportler starb bei einer für ihn vermeintlichen Spazierfahrt.

Beileidsbekundungen überschlagen sich, Kommentare in den sozialen Medien erzählen viele Geschichten von und über Max Riese. Der 36-jährige Deutsche, seit Jahren in Salzburg zu Hause, war am Dienstagabend bei einer für ihn leichten, schon hunderte Male zuvor absolvierten Tour aufs Rossfeld tragisch ums Leben gekommen.

Das Rossfeld war so etwas wie sein Hausberg, seine Trainingsstrecke, sein zweites Wohnzimmer. Bei der Abfahrt im Dunkeln kreuzte just in dem Moment ein Wildtier die Fahrbahn als Riese daherkam. Die genauen Umstände werden untersucht, werden aber wohl nie ans Tageslicht kommen.

Die weite Welt war seine Radstrecke. Als Ultra-Sportler hatte Max Riese bei extremen Radrennen, meist allein und unter widrigsten Bedingungen, seine Spuren in der Wüste, am Berg und im Schlamm hinterlassen. Hunderte Kilometer und noch mehr Höhenmeter waren seine liebsten Herausforderungen.

Die kleine, aber gut vernetzte Ultra-Radsport-Szene kannte und schätzte ihn. Riese hatte erst im Mai das „Hellenic Mountain Race“ in Griechenland gewonnen, war vor wenigen Wochen vom „Silk Road Mountain Race“ in Kirgistan als Zweitplatzierter zurückgekehrt.

Auf dem Salzburger Gaisberg hatte er vergangenes Jahr einen Weltrekord aufgestellt. 95-mal war er von der Zistelalm zur Spitze hinauf geradelt und hatte den Triple-Everesting-Weltrekord aufgestellt. Ganze 37 Stunden, 37 Minuten und 43 Sekunden brauchte er dafür. Weite Teile im Regen und in der Dunkelheit. Die internationale Radsport-Welt zollte ihm dafür Respekt.

Max Rieses Bestmarke bleibt bis heute unangetastet. Jegliche Herausforderungen und Strapazen mögen ihm dort, wo er nun ist, leichter fallen. Und seine Rekorde lange halten ...

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