Torhungrige Wikinger

4:1! Rieder fressen WAC mit Haut und Haaren auf

Bundesliga
20.09.2026 16:21
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Was für ein starker Auftritt der Wikinger: Die SV Ried hat in der 7. Runde von Österreichs Bundesliga das Duell mit dem Wolfsberger AC klar mit 4:1 gewonnen!

Die Rieder schoben sich dank Toren von Ante Bajic (3.), Evan Eghosa Aisowieren (9.), Stefan Schwab (40./Elfer) und Isaac Kiese Thelin (81.) auf Tabellenplatz sieben. Die Kärntner – Cupsieger von 2025 – kassierten die dritte Liga-Niederlage in Serie, sind bereits sechs Runden sieglos und zwei Punkte vor Schlusslicht Altach nur noch Vorletzter.

Beim WAC begann Routinier Markus Pink als zweiter Stürmer neben Phillip Verhounig, dazu kehrte Abwehrspieler Raffael Behounek nach seiner Knöchelverletzung zurück. Ried-Trainer Mario Despotovic setzte anstelle von Mittelstürmer Pape Sissoko und des erkrankten Jussef Nasrawe in der Offensive auf Aisowieren und Jaedin Rhodes in der Startformation.

Ried mit Köpfchen
Beide hatten an den frühen Führungstoren entscheidenden Anteil. Erst segelte WAC-Goalie Lukas Gütlbauer bei einer Maßflanke von Rhodes erfolglos durch den Strafraum, Bajic musste am langen Eck nur noch einköpfeln. Wenig später fand Philipp Pomer im Strafraum den völlig frei stehenden Aisowieren, der zum 2:0 einnickte. Der ÖFB-Nachwuchsstürmer fand noch eine weitere Großchance vor, scheiterte aber an Gütlbauer (12.).

Die WAC-Defensive wirkte mehrfach desorientiert. Rieds Martin Rasner traf die Stange, beim folgenden Abpraller bewahrte Schwab die Ruhe und legte auf Bajic quer. Dessen Abschluss aus kurzer Distanz parierte Gütlbauer (28.). Kurz vor der Pause berührte Wolfsbergs Schlussmann im Strafraum den durchbrechenden Rhodes, den fälligen Elfmeter verwandelte Schwab sicher.

Ihre eigenen Gelegenheiten nutzten die Kärntner vor der Pause nicht. Ried-Torhüter Andreas Leitner war bei einer Doppelchance von Otar Mamageishvili und Verhounig zur Stelle (13.). Ein Kopfball von Simon Piesinger ging knapp am Tor vorbei (43.), Pink traf im Strafraum den Ball nicht richtig (45.+2).

Premieren-Tor für Kiese Thelin
WAC-Coach Thomas Silberberger reagierte zur Pause mit einem Dreifach-Wechsel, brachte unter anderem den Ex-Hartberger Donis Avdijaj. Am Spielgeschehen änderte sich wenig: Der WAC hatte mehr Ballbesitz, Ried war aber gefährlicher. Der eingewechselte Joris Boguo ließ mehrere Chancen auf das 4:0 liegen. Der 18-Jährige traf erst die rechte Stange (67.), dann scheiterte er im Eins-gegen-Eins-Duell an Gütlbauer (76.). Auf der Gegenseite traf Rene Renner per Volley nur das Außennetz (72.).

Bei den Riedern kam der schwedische Ex-Teamstürmer Kiese Thelin Mitte der zweiten Hälfte zu seinem Debüt – und brauchte nur zwölf Minuten bis zu seinem Premieren-Treffer. Nach einem Außenrist-Pass von Bajic spitzelte der 34-Jährige den Ball gekonnt an Gütlbauer vorbei und schob ihn ins leere Tor. Für den WAC betrieb Matteo Kitz mit einem Kopftor nach Corner von Avdijaj im Finish nur noch Ergebniskosmetik (88.).

Die Wolfsberger verpassten den angestrebten Befreiungsschlag vor der dreiwöchigen Länderspiel-Pause. Vergangene Woche hatte es zu Hause ein 0:3 gegen Rapid gesetzt, davor ein 1:3 gegen den LASK. Die Rieder hatten zuletzt bereits mit einem 1:1 zu Hause gegen Salzburg aufgezeigt. Aus den drei jüngsten Heimspielen holten die Innviertler sieben Punkte. Von den vergangenen 18 Liga-Partien im eigenen Stadion haben sie nicht weniger als zwölf gewonnen …

Das Ergebnis:
SV Ried – Wolfsberger AC 4:1 (3:0)
Ried, BWT Oberösterreichische Arena, 3864 Zuschauer, Schiedsrichter Alexander Harkam

Tore: 1:0 (3.) Bajic, 2:0 (9.) Aisowieren, 3:0 (40./Elfer) Schwab, 4:0 (81.) Thelin, 4:1 (88.) Kitz

Gelbe Karten: Schwab, Steurer, Kiese Thelin bzw. Gütlbauer, Fitz, Kitz, Piesinger

Ried: Leitner – Radonjic, Chukwudi, Steurer – Rasner (83. Malicsek), Maart, Schwab (69. Lund Jensen), Pomer – Bajic (83. Sissoko), Aisowieren (69. Kiese Thelin), Rhodes (55. Boguo)
WAC: Gütlbauer – Behounek (46. Avdijaj), Piesinger, Kitz – Wohlmuth, O. Mamageishvili (46. Agyemang), Sulzner (87. Schriebl), Fitz (71. Karamoko), Renner – Verhounig, Pink (46. Hassler)

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