Fachkräftemangel, Nachwuchsprobleme, steigende Kosten und ein angekratztes Image: Österreichs Friseurbranche steckt tief in der Krise. Eine junge Coffeurin aus dem Burgenland fährt diesen Problemen einfach davon: mit einem Styling-Salon auf vier Rädern. Die „Krone“ sprach mit ihr über die Bringschuld der Branche und realitätsfremde Lehrlinge.
Ein Friseursalon, der vor das Büro rollt oder vor der eigenen Haustür haltmacht: Für Tanja Lipp ist das Alltag. Seit zwei Jahren ist die 32-Jährige aus Purbach am Neusiedler See mit ihrem Styling-Truck im Nordburgenland und in Teilen Niederösterreichs unterwegs. Von Montag bis Freitag macht sie darin ihren Kunden die Haare schön, samstags kommen Hochzeitsfrisuren dazu. Die Idee dazu hatte Lipp schon vor längerer Zeit. Nach acht Jahren im eigenen Geschäft wollte die zweifache Mutter (ihre Kinder sind sechs und drei Jahre) Beruf und Familie neu organisieren. Also baute sie mit ihrem Mann Patrick, einem Maschinenelektriker und Servicetechniker, einen Lastwagen in nächtelanger Arbeit zu einem vollwertigen mobilen Frisiersalon um.
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