„Von Scham keine Spur“

Judenhasser verübt Brandanschlag auf Synagoge

Ausland
17.09.2026 18:12
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Donnerstagnachmittag hat ein Mann einen Brandanschlag auf die Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen verübt. 

Wie die „Jüdische Allgemeine Zeitung“ berichtet, war der Täter mehrere Beutel mit brennbarer Flüssigkeit auf einen Nebeneingang des jüdischen Gotteshauses. Dann setzte er sie in Brand und flüchtete.

Brand konnte sofort gelöscht werden
Der Brand konnte aber zum Glück nach wenigen Minuten gelöscht werden. Es gab keine Verletzten. Die Polizei konnte wenig später einen Tatverdächtigen festnehmen, so die Zeitung.

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Was mich zutiefst verstört, ist die Seelenruhe, mit welcher der Täter in Wuppertal diesen Anschlag am helllichten Tag durchgeführt hat.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Brandanschlag kurz vor jüdischem Feiertag
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, verurteilte den Angriff wies auf den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hin, der in drei Tagen bevorsteht. „Erneut ist es in der Zeit der jüdischen Hohen Feiertage zu einem Anschlag auf eine Synagoge gekommen. Was mich zutiefst verstört, ist die Seelenruhe, mit welcher der Täter in Wuppertal diesen Anschlag am helllichten Tag durchgeführt hat. Von Unrechtsbewusstsein oder Scham fehlt jede Spur.“ Und Schuster fügte hinzu: „Dieses Vorgehen bezeugt die fortschreitende Normalisierung des Judenhasses, auf die unsere Gesellschaft bisher keine Antwort gefunden hat.“

Erinnerungen an ähnliche Vorfälle
Der Zeitpunkt des Anschlags erinnere an die Anschläge von Chanukka 2025 in SydneyJom Kippur 2025 in Manchester sowie den Anschlag in Halle 2019, so der Zentralratspräsident weiter. Bereits Ende Juli 2014 gab es einen Molotowcocktail-Anschlag auf die Synagoge in Wuppertal. Damals konnten drei junge Palästinenser als Täter festgenommen werden.

Islamist wegen Anschlagsplänen auf deutsche Kirche in Haft
Unterdessen ließ die deutsche Bundesanwaltschaft im Bundesland Brandenburg einen mutmaßlichen Islamisten festnehmen, der Anschläge in Deutschland gegen vermeintlich Ungläubige geplant haben soll. Erstes Anschlagsziel sollte eine Kirche in Bremen sein, die Karlsruher Behörde mitteilte. Sie wirft dem 24-jährigen Iraker die versuchte Gründung einer terroristischen Vereinigung und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Der Mann teilt laut Bundesanwaltschaft die Ideologie der Terrormiliz IS. Für die geplanten Anschläge soll er sich bereits eine Schusswaffe besorgt haben.

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