Konkurs beantragt

Nach 136 Jahren: Aus für steirische Schilderfabrik

Steiermark
17.09.2026 17:06
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Für ein steirisches Traditionsunternehmen dürfte nach 136 Jahren das Ende gekommen sein: Die Alpenländische Schilderfabrik Gebell hat laut dem Kreditschutzverband AKV ein Konkursverfahren beantragt. Und es gibt noch eine weitere große Pleite in der Steiermark.

Die Alpenländische Schilderfabrik Gebell wurde bereits im Jahr 1890 in Graz gegründet, der Firmensitz ist mittlerweile in Feldkirchen, in der Nähe des Flughafens. Seit Jahrzehnten ist das Unternehmen auf Verkehrszeichen, Leiteinrichtungen sowie Schilder für Gemeinden, Städte, öffentliche Auftraggeber und Firmen spezialisiert. Darüber hinaus ist es in den Bereichen Kunststoffverarbeitung, Metalltechnik, Drucktechnik sowie Handelsgewerbe tätig.

In den vergangenen beiden Jahren waren die Umsätze allerdings rückläufig. Laut Geschäftsführung konnten die Kosten nicht angepasst werden. Viele der 25 Dienstnehmer sind schon lange im Betrieb, die Personalkosten sind dementsprechend hoch. Die Verbindlichkeiten betragen 1,7 Millionen Euro. Eine Sanierung wird nicht mehr beabsichtigt, das Aus nach 136 Jahren dürfte damit besiegelt sein.

Haustechnik-Firma aus Ilz insolvent
Insolvent ist laut Creditreform auch die 2008 gegründete Tripus Haustechnik GmbH aus Ilz, die sich vor allem mit der Abwicklung und Koordination von Haustechnikprojekten beschäftigt. Die Insolvenzursachen sind die Vorfinanzierung für laufende Projekte bei langen Zahlungszielen und hohe Material- und Personalkosten. Es sind 53 Mitarbeiter betroffen. Die Verbindlichkeiten betragen 1,3 Millionen Euro.

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