Für ein steirisches Traditionsunternehmen dürfte nach 136 Jahren das Ende gekommen sein: Die Alpenländische Schilderfabrik Gebell hat laut den Kreditschutzverbänden AKV und KSV ein Konkursverfahren beantragt. Es ist nicht die einzige große Insolvenz in der Steiermark.
Die Alpenländische Schilderfabrik Gebell wurde bereits im Jahr 1890 in Graz gegründet, der Firmensitz ist mittlerweile in Feldkirchen, in der Nähe des Flughafens. Seit Jahrzehnten ist das Unternehmen auf Verkehrszeichen, Leiteinrichtungen sowie Schilder für Gemeinden, Städte, öffentliche Auftraggeber und Firmen spezialisiert. Darüber hinaus ist es in den Bereichen Kunststoffverarbeitung, Metalltechnik, Drucktechnik sowie Handelsgewerbe tätig.
In den vergangenen beiden Jahren waren die Umsätze allerdings rückläufig. Laut Geschäftsführung konnten die Kosten nicht angepasst werden. Viele der 25 Dienstnehmer sind schon lange im Betrieb, die Personalkosten sind dementsprechend hoch. Die Verbindlichkeiten betragen 1,7 Millionen Euro. Eine Sanierung wird nicht mehr beabsichtigt, das Aus nach 136 Jahren dürfte damit besiegelt sein.
Haustechnik-Firma aus Ilz insolvent
Insolvent ist laut den Kreditschutzverbänden KSV1870, AKV und Creditreform auch die 2008 gegründete Tripus Haustechnik GmbH aus Ilz, die sich vor allem mit der Abwicklung und Koordination von Haustechnikprojekten im Großraum Wien beschäftigt. Zu den Insolvenzursachen gehören hohe Material- und Personalkosten, der Verlust bei einem Großprojekt und die erhebliche Vorfinanzierung von laufenden Projekten.
Es sind 53 Mitarbeiter betroffen. Die Verbindlichkeiten betragen 1,3 Millionen Euro, der Auftragsstand soll zufriedenstellend sein. Die Firma soll daher saniert und weitergeführt werden.
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