Was hat Shakespeares schottischer Feldherr Macbeth mit der Gaming-Szene zu tun? Regisseurin Rieke Süßkow zeigt ihre Antwort darauf zum Saisonauftakt im Wiener Volkstheater.
Im Wiener Volkstheater trifft ab Donnerstag ein Klassiker der Weltliteratur auf die digitale Popkultur der Gegenwart – wenn Hausregisseurin Rieke Süßkow ihre Interpretation von William Shakespeares „Macbeth“ präsentiert. Die 1990 in Berlin geborene Regisseurin ist bekannt für ihre stark visuell geprägten und medienbewussten Arbeiten, sie setzt Bühnenbild, Objekte, Körper, Video, Licht und Musik als eigenständige Erzählinstrumente ein. Auch ihr „Macbeth“ wird zum Figurentheater – mit eigener Puppen- und Objekt-Regie von Esther Falk.
Die 1606 entstandene Geschichte des ehrgeizigen schottischen Feldherrn, der die Prophezeiung, einst König zu werden, mit gewaltvollen Mitteln selbst vorantreibt, verlegt die Produktion optisch vom schottischen Hochland in die Gaming-Szene der Gegenwart, Livemusik inklusive.
In der blutigen Spirale aus Verrat, Angst und Paranoia wird „Macbeth“ auf ganz neue Weise als Spiel um die Macht sichtbar. Wie unkonventionell diese Lesart ist, zeigt schon der Besetzungszettel: Neben Macbeth und Lady Macbeth sind hier auch die Rollen von „Macbeth (Avatar)“ sowie „Lady Macbeth (Avatar)“ ausgewiesen.
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