Linzer Klangwolke

Orchester, Sängerknaben, Schiffe und Windmaschinen

Oberösterreich
09.09.2026 19:00

Schiffe, Lautsprecher, Licht und Windmaschinen: „Ich versuche, alle Sinne anzusprechen“, sagt Felix Breisach. Er ist heuer Regisseur der Klangwolke. Am Samstag, 12. September, ist das Mega-Spektakel mit dem Titel „ATTheENDLinz“ ab 20.30 Uhr im Linzer Donaupark zu erleben. Die „Krone“ machte vorab einen Lokalaugenschein.

Die Linzer Klangwolke 2026, die auch die „Krone“ präsentiert, ist das größte Kulturspektakel in Linz. Heuer hat das Event den Titel „ATTheENDLinz“.

Regisseur Felix Breisach will ein poetisch-musikalisches Erlebnis schaffen, das sich den großen Fragen unserer Zeit stellt. Die Vorbereitungen gehen bereits in die finale Phase, wie ein Lokalaugenschein der „Krone“ zeigt.

Lautsprecher, LED-Walls, hohe Plattformen
Die rund 100 Lautsprecher, die mittlerweile bei der Klangwolke zum Einsatz kommen, sind bereits installiert. Erste Musikproben hallen durch den Donaupark vor dem Brucknerhaus.

Breisach ist täglich vor Ort und legt viele Kilometer auf dem Gelände zurück, weil er immer wieder sämtliche Schauplätze abgeht. „Ich bin völlig unter Strom“, gesteht er. Zum ersten Mal inszeniert er das Mega-Event, das den Raum zwischen Nibelungenbrücke, Ars Electronica Center, Brucknerhaus und Eisenbahnbrücke voll ausschöpfen wird. Und: „Ich erlebe hier Tage des Glücks, denn ich bin in ein großartiges Team eingebettet, das viel Erfahrung mit der Klangwolke hat. Wenn Probleme auftauchen, werden sie gelöst.“

42 Meter Länge und 9 Meter Höhe hat die LED-Wand, sie befindet sich auf einem Schiff, das auch ...
42 Meter Länge und 9 Meter Höhe hat die LED-Wand, sie befindet sich auf einem Schiff, das auch auf der Donau fahren wird.(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

Acht plus eins Schiffe
Am Ufer liegt bereits ein breites Schiff, auf dem auch die große LED-Leinwand installiert ist. Auf einem Schleppkahn wird zudem das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Markus Poschner Platz nehmen. „Das Schiff wird auf der Donau fahren, begleitet von acht kleineren Schiffen“, verrät Breisach. „Gemeinsam mit den Kapitäninnen und Kapitänen haben wir eine Choreografie entwickelt.“

Klassik und moderner Sound „rocken“ den Donaupark
Vor dem Ars Electronica Center werden die Komponistin und Bratschistin Flora M. Geißelbrecht sowie Klangkünstler Arthur Fussy auf einer Plattform live performen. Auf einer 15 Meter hohen Bühne vor dem Brucknerhaus spielt Pianist Marcus Merkel, zudem wird Bariton Rafael Fingerlos zu hören sein. Vom Dach des Brucknerhauses singen die St. Florianer Sängerknaben herab.

Ein Klavier auf einer Hebebühne – die Klangwolke macht es möglich, der Pianist wird in 15 Meter ...
Ein Klavier auf einer Hebebühne – die Klangwolke macht es möglich, der Pianist wird in 15 Meter in die Tasten greifen.(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

„Heuer ist eine musikalische Exzellenz vertreten, die man sonst nur im Konzerthaus erlebt“, sagt Breisach. Dazu kommen visuelle Effekte, ein großes Spektakel aus Licht, kraftvollem Sound und musikalischen Höhepunkten. Entstehen soll ein Gesamtkunstwerk voller überraschender Bilder.

Glaube an die Klugheit der Menschen
Alles dreht sich dabei um ATTheENDLinz, das zunächst einen Weltuntergang andeutet. „Wir leben in herausfordernden Zeiten. Ob Krieg, Klima oder Wirtschaft – überall, wo wir hinschauen, gerät vieles ins Wanken. Aber wir als Gesellschaft sind die Einzigen, die etwas verändern können. Jede und jeder Einzelne ist gefragt.“ Und das wird wohl auch bei dieser Klangwolke, die eine einzigartige Show und Supersound bieten wird, für einen guten Ausgang sorgen. Hingehen, anschauen – es ist was los!

Linzer Klangwolke: Samstag, 12. September 2026, Beginn: 20:30 Uhr, Donaupark Linz (zwischen Lentos und Brucknerhaus)

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