3000 km entfernt

Kiew griff russische Erdgasanlagen in Sibirien an

Außenpolitik
10.09.2026 06:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ukrainische Spezialkräfte haben am Mittwoch nach eigenen Angaben zwei russische Erdgasanlagen in Westsibirien angegriffen, die rund 3000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj würdigte die Angriffe als Schlag gegen die russische Wirtschaft.

„Jeder solcher Schlag mindert die Fähigkeit Russlands, die für die Diplomatie notwendigen Entscheidungen hinauszuzögern“, erklärte Selenskyj auf X. Ziele waren zwei große Anlagen der Gaskondensatindustrie in Nowy Urengoi und im Bezirk Purowski in der Jamal-Nenzen-Region, dem Zentrum der russischen Erdgasproduktion. 

Zuvor hatte der Gouverneur der Region, Dmitri Artjuchow, auf Telegram mitgeteilt, dass nach einem ukrainischen Drohnenangriff eine Industrieanlage in Nowy Urengoi brennt. Es handle sich um den ersten derartigen Angriff auf diese Erdgasregion, schrieb Artjuchow weiter.

Tote und Verletzte gebe es aber keine. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt. Der Energiekonzern Gazprom äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

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