Bei Ansturm auf Ceuta
Wurden Frauen missbraucht? Behörden ermitteln
Spaniens Staatsanwaltschaft ermittelt nach wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe im Zuge des Ansturms auf die spanische Exklave Ceuta. Während der Tumulte und der chaotischen Folgetage soll es insgesamt 23 Übergriffe auf teils minderjährige Migrantinnen gegeben haben ...
Unter den bisher acht Tatverdächtigen befinden sich vier marokkanische und drei spanische Staatsbürger sowie ein Belgier. Die Rede ist von Verdachtsfällen mit insgesamt 17 Opfern.
Verdacht auf Vergewaltigung
Dabei seien neun zwischen 14 und 17 Jahre alt. In fünf Fällen geht es um den Verdacht einer Vergewaltigung. Zudem seien in weiteren mutmaßlichen Fällen die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Teils gebe es noch keine konkreten Hinweise auf die mutmaßlichen Täter.
Tausende Migranten noch immer in Ceuta
Spaniens Jugend- und Familienministerin Sira Rego nahm die Vorfälle zum Anlass, erneut auf eine schnelle Verteilung der minderjährigen unbegleiteten Migranten in andere Regionen auf dem spanischen Festland zu drängen, um eine bessere Versorgung dieser besonders Schutzbedürftigen zu garantieren.






Unter den knapp 80.000 hauptsächlich jungen Marokkanern, die Ende Juli nach Ceuta gelangten, befanden sich knapp 1500 Minderjährige. Rund 700 von ihnen waren Mädchen. Am Montag befanden sich nach Medienberichten noch knapp 300 Mädchen außerhalb der regulären Einrichtungen.
Die Überführung aufs Festland schleppt sich jedoch seit Wochen hin. Einer der Gründe: die von der oppositionellen konservativen Volkspartei PP und der rechtspopulistischen Vox regierten Regionalregierungen blockieren die von der sozialistischen Zentralregierung geforderte Verteilung der Minderjährigen.
Schon Anfang August warnte die Kinderrechtsorganisation Save the Children vor der besonderen Gefährdung von minderjährigen Migrantinnen, die nicht identifiziert oder in sicheren Unterkünften untergebracht seien. Sie könnten Gewalt, sexueller Ausbeutung oder Menschenhandel ausgesetzt sein.

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