Was für eine Hochschaubahn der Gefühle: Lilli Tagger ist nach einem zwischenzeitlichen Total-Blackout in die zweite Runde der US Open 2026 eingezogen! Die Osttirolerin setzte sich am Montag gegen die Deutsche Tamara Korpatsch mit 6:0 und 7:6(4) durch, wobei sie im zweiten Satz eine 4:0-Führung verspielte und beinahe den Satzausgleich hinnehmen hätte müssen …
Die 18-Jährige hatte Korpatsch im ersten Satz nicht den Funken einer Chance gelassen und führte auch im zweiten Durchgang bereits 4:0, ehe der dramatische Leistungseinbruch erfolgte. Korpatsch holte fünf Games in Folge, Tagger erholte sich nur langsam und musste bei 5:6 zwei Satzbälle abwehren. Auch im Tiebreak lag die Österreicherin schon 1:4 zurück.
Dann aber gewann sie sechs Punkte in Folge, servierte nach 1:56 Stunden mit einem Ass aus und fixierte damit den dritten Sieg im dritten Kräftemessen mit der Deutschen. In der zweiten Runde trifft Tagger auf die als Nummer 10 gesetzte US-Amerikanerin Amanda Anisimova, die im Vorjahr in Wimbledon und bei den US Open im Finale stand.
„Wir sind alle Menschen, und Fehler passieren!“
Gegen die Lokalmatadorin wird Tagger, die von ihren Eltern nach New York begleitet wurde, wohl in einem großen Stadion antreten. Auf die Frage, ob sie dafür bereit sei, meinte die Osttirolerin: „Aber sowas von.“ Die Probleme im zweiten Satz nahm Tagger gelassen.
„Das gehört dazu, wir sind alle Menschen, und Fehler passieren. Das Wichtigste ist, daraus zu lernen.“ Sie habe beim Stand von 6:0, 4:0 begonnen, nachzudenken und zu schauen, was passiert. „Da war es wichtig, nicht an den Stand zu denken und einen Weg zu finden.“
Korpatsch hatte körperliche Probleme
Korpatsch berichtete danach, sie sei einen Tag vor dem Match etwas krank geworden, habe Halsschmerzen und fühle sich schlapp. „Das Match war körperlich eine Quälerei für mich. Ich bin sehr enttäuscht, wie ich mich gefühlt habe. Das hat nicht so richtig Spaß gemacht“, sagte die Deutsche.
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