Der Kanzler und ÖVP-Chef im knallharten „Krone“-Sommergespräch nach dem Motto: „Was jetzt, Herr Stocker?“ Zwischen zwei seiner Sommertour-Stationen stellte er sich den Fragen von krone.tv-Infoleitung Katia Wagner und „Krone“-Politik-Chef Christian Nusser. Seine Idee von einem Pensionsfonds, Reue über den Kinderbetreuungs-Sager und neue Töne zu Herbert Kickl – lesen und sehen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst nach.
Anfang 2025 saß Christian Stocker noch selbst am Verhandlungstisch mit dem FPÖ-Chef – eineinhalb Jahre danach fällt die Antwort auf die Frage, ob er das „Nein“ zu Kickl wiederaufleben lassen möchte, deutlich aus: „Keine Zusammenarbeit mit Herbert Kickl!“
Kickl als Schande für Österreich? Stocker im Wortlaut:
Der Grund dafür sei Kickls Nähe zu den Identitären. „Ich halte das für eine Schande für Österreich. Ich halte es für eine Schande, dass Begriffe wie Arier und Rassenschande bei uns überhaupt wieder in der Diskussion stehen. Und die Verantwortung dafür hat Herbert Kickl. Und ich sage Ihnen ganz ehrlich: Dort will ich nicht hin“, so der Kanzler.
Pensionsfonds und Verbot des politischen Islam
Inhaltlich kündigte Stocker einiges an, was das Leben der Österreicherinnen und Österreicher – so der ÖVP-Chef politische Mehrheiten findet – stark beeinflussen könnte. Neu kommen sollen ein Pensionsfonds und ein Verbot des politischen Islam. Der Kanzler dazu: „Einen islamistischen Staat zu kreieren, das Kalifat einzuführen, das hat hier nichts verloren.“ Warum ein ähnlicher freiheitlicher Antrag der FPÖ zum Scharia-Verbot nicht angenommen wurde? „Die Anträge der FPÖ sind ja teilweise nur dazu da, hier eine Scheinaktivität zu entwickeln.“
Kam die Idee zum Pensionsfonds, weil der Kanzler kürzlich Opa wurde? Das verrät Stocker hier:
Wie viele Windeln wechselte der Kanzler?
Natürlich war auch der Skandal-Sager des Sommers Thema bei Katia Wagner und Christian Nusser. Angesprochen auf die Aussage „Kinderbetreuung ist keine Arbeit“, entschuldigt sich Christian Stocker – nicht zum ersten Mal.
Wie präsent er selbst bei seinen Kindern war? „Meine Frau ist Teilzeit arbeiten gegangen in dieser Zeit. Aber ich habe mich nicht aus dieser Verantwortung herausgenommen. Ich habe meine Kinder gefüttert, gewickelt, getragen – und zwar nächtelang – und gemeinsam mit meiner Frau großgezogen.“ Für Mütter sei bereits viel erreicht worden. Er spricht sich für ein automatisches Pensionssplitting aus – es scheitere an der SPÖ.
Ob Stocker nach dem Sager zu Hause keine Nachspeise von seiner Frau bekam? Das sehen Sie hier:
Keine Angst vor Sebastian Kurz
Viel Liebe zu Hause – doch schlechte Werte bei den Wählerinnen und Wählern. Natürlich würden die ihn nicht zufriedenstellen. Doch dass die ÖVP auch in den Bundesländern zittern muss, glaubt er nicht. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass am Ende des Tages die Volkspartei die Nase vorne haben wird“, sagt er.
Was macht Stocker optimistisch in Bezug auf kommende Wahlen? Der ÖVP-Chef erklärt:
Auch einem Comeback von Sebastian Kurz sieht er gelassen entgegen. „Es wird nicht kommen. Er hat das für sich ausgeschlossen“, sagt der Kanzler.
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