Soll oder darf man Politiker bemitleiden? Nein, sicher nicht. Aber anerkennen, dass sie es auch nicht leicht haben, das vielleicht doch. Nehmen wir Christian Stocker: Kanzler-Ambitionen hatte er nie. Und wurde es mit 65 dennoch.
Als Kandidat einer in der Wählergunst abstürzenden ÖVP eine Koalition mit der nach links gerückten SPÖ und den oft irrlichternden Neos zu führen: eine kaum stemmbare Herkulesaufgabe, die in der Realität auch nicht funktioniert.
Zu gemeinsamen Lösungen kommt man – siehe nicht nur Wehrdienstverlängerung und nun endlich Dürrehilfe und Klimagesetz – bestenfalls um fünf vor zwölf. Gefühlt aber eher zehn nach zwölf.
Der Kampf um den Kompromiss der drei Regierungsparteien bei Dürrehilfe und Klimagesetz erforderte eine Riesen-Kraftanstrengung Stockers. Um nun von Teilen seiner eigenen Partei heftig kritisiert zu werden. Genau von jenen, die sich von vornherein lieber einen Kanzler Kickl mit ÖVP-Hilfe als einen Kanzler Stocker mit SPÖ- und Neos-Partnerschaft gewünscht hätten.
Unterdessen trauert Stockers Vor-Vorgänger Sebastian Kurz im Bischofberger-Interview in der „Krone“ seiner türkis-blauen Regierung nach und erzählt von seinem Treffen mit Herbert Kickl vor Kurzem ... Was sich da wohl anbahnt?
Einen schönen Sonntag mit Ihrer „Krone“!
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.