„Ötztaler“ romantisch

Heiratsantrag auf der Ziellinie nach Radmarathon

Tirol
30.08.2026 20:00

4271 Radsportler aus 38 Ländern stellten sich der Vier-Pässe-Fahrt. Janine Meyer und Jack Burke gewannen den „Ötztaler“ in Rekordzeit. Auf der Zillinie wurde es dann noch ganz besonders romantisch. 

Der Ötztaler Radmarathon ist längst mehr als ein Touristik-Rennen. 4271 Menschen aus 38 Nationen standen um 6.15 Uhr in Sölden am Start, um den Mythos der Vier-Pässe-Fahrt über Kühtai, Brenner, Jaufen und Timmelsjoch zu erleben.

Nach 227 Kilometern und 5500 Höhenmetern hatte jeder Teilnehmer eine bewegende Geschichte zu erzählen. Am Sonntag rührte aber vor allem Sieger Jack Burke die Zuschauer zu Tränen.

Mehr als 25.000 Radsportler hatten sich um einen Platz beworben, 4271 durften sich am Sonntag ...
Mehr als 25.000 Radsportler hatten sich um einen Platz beworben, 4271 durften sich am Sonntag den Traum vom „Ötztaler“ erfüllen.(Bild: Ötztal Tourismus)

Auf Bestzeit folgte prompt Heiratsantrag
Der Wahl-Stubaier drückte bei seinem dritten Triumph die Bestzeit um fast 18 (!) Minuten auf 6:29:21 Stunden. Burke nutzte den Moment für einen Heiratsantrag: „Ich habe das seit Feber geplant, ich wollte diesen Sieg für meine Melanie holen. Jetzt stehe ich als dreifacher Sieger da mit Rekordzeit in Sölden. Das ist der beste Tag meines Lebens.“

Im Vorjahr war der gebürtige Kanadier nach einer Attacke am Timmelsjoch noch eingegangen, der Imster Daniel Federspiel erfüllte sich damals den Traum vom Ötztaler-Sieg.

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Jack war eine Nummer zu stark. Am Timmelsjoch kam ich ihm gefährlich nahe, aber dann hatte ich nichts mehr im Tank.

Daniel Federspiel

Jawort die schönste Prämie
Diesmal hielt Burke trotz leichtem Übergepäck in Form eines Verlobungsrings durch, das Jawort von Freundin Melanie war im Ziel die schönste Prämie.

Vorjahressieger Federspiel durfte sich beim ersten „Ötztaler“ als Jung-Papa immerhin über Platz zwei freuen: „Jack war eine Nummer zu stark. Am Timmelsjoch kam ich ihm gefährlich nahe, aber dann hatte ich nichts mehr im Tank.“

Meyer ließ sich durch Sturz nicht stoppen
Einen Ex-Rodler hätten nicht viele auf Rang drei erwartet. Der Ötztaler Miguel Brugger hatte aber schon mit seinem Sieg beim SuperGiroDolomiti gezeigt, dass er auch auf zwei Rädern sehr schnell unterwegs ist.

Bei den Frauen ließ sich Janine Meyer von einem Sturz in Innsbruck nicht stoppen. Die Deutsche verbesserte beim vierten Sieg den Streckenrekord um sieben Minuten: „Es glaubt mir keiner, aber ich schaue von Berg zu Berg und nicht auf die Zeit.“

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