Mit 144 Fragen will die ÖVP klären, was Land und Behörden über die Asbestvorkommen wussten, wie Gutachten und Messwerte behandelt wurden und welche Rolle Anwalt Johannes Zink in der Taskforce spielte.
Die Asbest-Causa wird zum Transparenz-Test für das Land. Mit fünf Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz fordert die ÖVP Antworten auf 144 Fragen. Die Bezirkshauptmannschaften Oberwart und Oberpullendorf sollen ihre Steinbruchakten herausgeben, Landesholding und Burgenland Energie Mandate, Zahlungen und interne Informationsflüsse offenlegen.
Wir verlangen volle Transparenz und lückenlose Aufklärung.

ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl
Bild: Karl Grammer
„Wer wusste wann was?“, formuliert Klubobmann Bernd Strobl die zentrale Frage. Das Land soll seinen Kenntnisstand seit 2015, Unterlagen zu Doskozils Steinbruchbesuch 2018 und die Lieferwege des Materials offenlegen.
Gefordert werden auch sämtliche Gutachtenfassungen sowie Auskunft über mögliche Messwerte bis zu 13.000 Fasern pro Kubikmeter und eine spätere Änderung der Methode.
Welche Rolle spielt Doskozil-Anwalt Zink?
Bei Anwalt Johannes Zink geht es um seine Rolle in der Taskforce, einen möglichen Interessenkonflikt wegen seiner Funktionen im Granit-Konzern und zwei Honorarnoten einer Anwaltskanzlei über knapp 50.000 Euro. Auch die Abspaltung des Steinbruchs in Rumpersdorf ist Thema.
„Wir verlangen volle Transparenz und lückenlose Aufklärung“, sagt Strobl. Für die Antworten gilt grundsätzlich eine Frist von vier Wochen.
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