In der Causa Signa tun sich immer wieder neue Abgründe auf: Nun hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) laut „Krone“-Recherchen ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen René Benko eingeleitet. Der Signa-Gründer soll seinen eigenen Dienstvertrag „verfälscht“ haben.
Am 23. Jänner 2025 wurde der einst laut Forbes-Liste angeblich drittreichste Österreicher in seinem Innsbrucker Büro im Kaufhaus Tyrol festgenommen. Tags darauf verhängte das Gericht die Untersuchungshaft. Bald darauf war klar: In der Causa Signa rund um deren Gründer René Benko geht es nicht nur um die größte Pleite der europäischen Nachkriegsgeschichte mit einem Schuldenberg von insgesamt rund 30 Milliarden Euro, sondern offenbar auch um ein mutmaßliches Pyramidenspiel, das nicht nur in der jüngeren Vergangenheit seinesgleichen sucht.
Benko und seine Vertrauten bestreiten sämtliche Vorwürfe; es gilt die Unschuldsvermutung. Der nächste Prozess gegen den Rekord-Pleitier findet bereits am 22. und 23. September in Innsbruck statt, da wird einmal mehr über die Mietvorauszahlung von 360.000 Euro für eine Villa auf der Innsbrucker Hungerburg und den damit einhergehenden Verdacht auf betrügerische Krida verhandelt.
Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte Anfang Juli einen Teilfreispruch im Verfahren wegen betrügerischer Krida aufgehoben und zur Neuverhandlung an das Landesgericht zurückverwiesen – wir berichteten.
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