Unmaskiert gefilmt

Bankräuber nutzte ChatGPT bei Tatplanung

Ausland
21.08.2026 09:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein perfektes Verbrechen war das nicht: Ein Bankräuber in den USA tappte gleich in mehrere Fettnäpfchen. Als Schnapsidee entpuppte sich auch, ChatGPT für die Planung zu befragen.

Der 23-Jährige hatte sich nach Behördenangaben beim Chatbot etwa darüber informiert, wie schnell die Polizei eintreffen dürfte und wie seine Pistole zu reparieren ist. Beim Überfall selbst hätten die Kameras der Bank dann sein unmaskiertes Gesicht gefilmt, während er Bankangestellte bedroht und 9175 US-Dollar (rund 7855 Euro) erbeutet habe.

Danach sei auch sein Fahrzeug samt Kennzeichen von Sicherheitskameras in der Nachbarschaft erfasst worden. Anschließend war er den Angaben zufolge auf Videoaufzeichnungen mehrerer Läden in einem Einkaufszentrum beim Einkaufen mit Bargeld zu sehen. Als er Polizisten nahe seinem Zuhause sah, rannte er laut Mitteilung der Staatsanwälte davon und ließ ein Bündel Geld fallen.

Die Konsequenz: Zehn Jahre Haft
Bei der Festnahme bestritt er, an dem Banküberfall beteiligt gewesen zu sein – erlaubte den Ermittlern aber Zugriff auf sein Telefon, wo sie auch die Unterhaltungen mit ChatGPT fanden. Er ist nun zu gut zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Davon wurden 37 Monate für den Überfall verhängt und weitere 84 Monate dafür, dass er dabei mit einer Waffe drohte.

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