Gewitter, Hagel und heftige Sturmböen haben am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag in Teilen Österreichs eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Besonders heftig erwischte es Niederösterreich, Wien und das Burgenland. Hunderte Male mussten die Feuerwehren ausrücken.
Am stärksten traf es den Bezirk Bruck an der Leitha in NÖ. Gegen 17.30 Uhr zog dort ein starkes Gewitter durch und sorgte innerhalb kürzester Zeit für zahlreiche Überschwemmungen. Straßen und Keller standen unter Wasser, dazu stürzten vielerorts Bäume um. Bis Freitagfrüh kamen so rund 400 Feuerwehreinsätze zusammen. Insgesamt waren 321 Feuerwehrleute gefordert.
Auto vom Baum getroffen, Bäume entwurzelt
In Haslau an der Donau wurden Insassen aus einem Fahrzeug gerettet, das im Hochwasser festsaß. In Maria Ellend stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus, andernorts wurde ein Auto von einem Baum getroffen. Auch in Schwadorf und Enzersdorf an der Fischa richtete der Sturm Schäden an: Dächer wurden abgedeckt und Bäume entwurzelt. In Margarethen am Moos kippte auf der B60 sogar ein Lkw um.
Und hier noch ein 'Betthupferl' 🫧
— uwz.at (@uwz_at) August 20, 2026
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„Habe sowas noch nie erlebt“
Wie heftig das Unwetter wütete, schilderte Bezirksfeuerwehrkommandant Christian Edlinger Freitagfrüh im Ö1-„Morgenjournal“. Teilweise seien sogar „Fahrzeuge von der Straße gefegt“ worden. Auch für den erfahrenen Feuerwehrmann war die Nacht außergewöhnlich: „Bin seit 40 Jahren Feuerwehrler, aber sowas habe ich noch nie erlebt.“
Hagel, Starkregen und heftige Windböen in Wien
Auch Wien blieb von den Unwettern nicht verschont. Hagel, Starkregen und heftige Windböen sorgten am Donnerstagnachmittag für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Laut Berufsfeuerwehrsprecher Christian Feiler kamen allein zwischen 15.30 und 16.30 Uhr rund 60 wetterbedingte Einsätze zum üblichen Tagesgeschäft dazu. Dabei handelte es sich hauptsächlich um umgestürzte Bäume, lose Äste sowie Gerüstteile, aber auch überflutete Straßen. Besonders häufig mussten die Einsatzkräfte in den Bezirken Meidling und Liesing ausrücken.
Schwere Schäden im Burgenland
Auch im Burgenland richteten die Unwetter schwere Schäden an. Besonders getroffen wurde Kittsee, wo der Sturm für zahlreiche Schäden sorgte. Vor allem in Kittsee zeigte sich nach Angaben des Bezirksfeuerwehrkommandos ein Bild der Zerstörung.
Autos, Einkaufswagen, Straßenlaternen und Schaufenster wurden beschädigt, Dächer abgedeckt und Lkw-Anhänger „wie Schuhkartons umgeworfen“, berichtete die Feuerwehr am Freitag. Die Gemeinde rief für Freitag freiwillige Helfer auf, um bei den Aufräumarbeiten mitanzupacken.
Verspätungen am Wiener Flughafen
Am Flughafen Wien in Schwechat machte sich das Unwetter ebenfalls bemerkbar. Am Donnerstagabend kam es witterungsbedingt zu Verspätungen. Der Freitag bleibt wettertechnisch noch unbeständig.
Schauen Sie selbst, ob es in Ihrer Region am Freitag ebenfalls regnen wird:
Beruhigung am Wochenende
Im Tagesverlauf ziehen erneut Regenschauer durch, regional sind auch Gewitter möglich. Dazwischen zeigt sich aber immer wieder die Sonne. Erst zum Wochenende hin beruhigt sich die Wetterlage zunehmend.
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