Klagenfurt

Kuh und Schaf tot: Tierquälerei-Fälle vor Gericht

Justiz & Kriminalität
19.08.2026 17:00
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Am Landesgericht Klagenfurt haben zwei Verhandlungen bezüglich Tierquälerei stattgefunden. In beiden Fällen wurden die Paarhufer eingeschläfert. Nun mussten sich ein Tiertransportfahrer und ein Bauer vor Gericht verantworten.

Im Mai 2026 ist es in Witra zum ersten tierischen Vorfall gekommen: Ein Schaf wurde auf einer Wiese am Rücken liegend aufgefunden. Das Tier musste eingeschläfert werden. Ein Nachbar alarmierte die Polizei und erstattete Anzeige wegen Tierquälerei. Dem Bauern wurde vorgeworfen, das Schaf unzureichend versorgt zu haben. Es litt an einer chronischen Herz- und Skelettmuskeldegeneration, die jedoch erst nach der Obduktion festgestellt werden konnte. Laut einer als Zeugin geladenen Tierärztin waren zuvor keine Symptome erkennbar. Der Vorwurf wurde zurückgewiesen und der Bauer freigesprochen.

Freispruch für Bauer

Im Juni 2026 kam es zum zweiten tierischen Vorfall. Nach einer LKW-Verladung in Reisegg wurde eine Kuh verletzt auf einer Alm zurückgelassen. Erst zwei Tage später hat man sie von Mardern infiziert aufgefunden. Sie musste eingeschläfert werden. Der Angeklagte hat sich schuldig gezeigt und sich mit dem Bauern auf 1500 Euro Schadensersatz geeinigt. Allerdings fallen zusätzlich 1200 Euro Verfahrenskosten für den Angeklagten an. Beide Verfahren wurden eingestellt.

A. Papitsch/M. Komposch

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