Jetzt gesprengt!
Im Video: Dürre legt Riesen-Mine in der Donau frei
In der Slowakei haben Einsatzkräfte eine 2,40 Meter lange Schiffsmine aus dem Zweiten Weltkrieg aus der Donau gezogen – nur 20 Zentimeter unter der Wasseroberfläche hatte sie das extreme Niedrigwasser freigelegt. Wenig später verwandelte die kontrollierte Sprengung eine Sandgrube in einen zwölf Meter breiten Krater.
Europas Flüsse führen derzeit extremes Niedrigwasser, so auch die Donau. Nahe von Moča (ungar. Dunamocs) beförderten die niedrigen Pegelstände gar eine Mine ans Tageslicht. Das Relikt war 2,40 Meter lang und 40 Zentimeter breit.
Sechs Männer waren nötig, um die nur rund 20 Zentimeter unter der Wasseroberfläche liegende Mine aus dem Wasser zu zerren. Anschließend wurde sie auf einen Lkw geladen und abtransportiert.
Sehen Sie hier das Video der Sprengung:
Krater zwölf Meter breit
„An einem sicheren Ort“ in einer Sandgrube bei Marcelová wurde die Mine eingegraben und kontrolliert gesprengt. Durch die Wucht der Explosion entstand ein Krater mit zwölf Metern Breite und etwa vier Meter Tiefe.
In derselben Sandgrube war rund zwei Wochen zuvor bereits ein anderer, beschädigter Sprengkörper vernichtet worden, so die Polizei.
Zahlreiche Relikte aufgetaucht
Durch die Dürre der vergangenen Monate wurden bereits einige Relikte freigelegt, darunter ein Geisterschiff im Rhein und in der Donau sowie zwei Kriegsschiffe in Niederösterreich. In Budapest wurden mehrere Panzerabwehrminen, Motorräder und Kriegstote geborgen.
Wracks sind für die Donauschifffahrt ein gefährliches Hindernis. Die Europäische Union fördert deshalb ein Programm, um die besonders ungünstig platzierten alten Nazi-Schiffe nach und nach aus dem Wasser zu ziehen. Insgesamt sollen 21 Wracks geborgen werden.

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