Von Schaukel erfasst
Wiesn-Mitarbeiter nach Unfall außer Lebensgefahr
Am Sonntag ist ein Wiesn-Mitarbeiter in München bei einem Unfall an einem Fahrgeschäft lebensgefährlich verletzt worden. Nun gibt es gute Neuigkeiten: Der 47-Jährige ist laut der Polizei außer Lebensgefahr. Er habe allerdings schwere Halswirbelverletzungen davongetragen.
„Nach derzeitigem Stand besteht keine unmittelbare Lebensgefahr mehr“, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Wie berichtet, war der Mitarbeiter der Schiffsschaukel am Sonntagvormittag von einem der schwingenden Schiffe am Kopf getroffen worden. Rettungskräfte reanimierten ihn noch vor Ort und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Ein Kriseninterventionsteam betreute Augenzeuginnen und Augenzeugen des Unfalls. Für diese habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden, teilte die Polizei mit.
„Er war einfach unaufmerksam, ging rückwärts wieder in Richtung der Schaukeln und wurde am Nacken getroffen“, sagte eine Augenzeugin zur „Bild“. Die Gewerbeaufsicht und Kriminalpolizei hätten keinen technischen Defekt und auch kein Fremdverschulden feststellen können, sagte auch Yvonne Heckl, Sprecherin der Wiesn-Schaustellerinnen und -schausteller. Der Betrieb des Fahrgeschäfts wurde zunächst eingestellt.
Der Münchner Polizeisprecher Thomas Schelshorn sagte später, dass sich der 47-Jährige in einem Bereich aufgehalten hätte, „wo er nicht hingehen darf“. Dort sei er von der Schaukel erfasst und im Bereich der Halswirbelsäule getroffen worden. Der Mann kam auf die Intensivstation und ist inzwischen außer Lebensgefahr.
Vor dem Unglück hatten sich heuer bereits drei tödliche Unfälle auf dem Oktoberfest ereignet. Ein 78-jähriger Besucher erlitt einen Kreislaufstillstand und starb später in einem Krankenhaus. Ein weiterer Mann (52) wurde an einem Free-Fall-Turm von einer herabfahrenden Gondel erfasst und lebensgefährlich verletzt. Auch er starb im Krankenhaus. Zudem kam eine 99-Jährige nach einem Unfall mit einem Pferd ums Leben.

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