Die Freisprüche im Tierquäler-Prozess um den getöteten Kater „Schmotzer“ vor dem Tiroler Landesgericht haben in ganz Österreich für Empörung gesorgt. Jetzt könnte es in der Sache doch noch Konsequenzen geben. Die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel leitete Verwaltungsstrafverfahren ein.
Der Fall rund um den getöteten Kater „Schmotzer“ in Brixen im Thale in Tirol (Bezirk Kitzbühel) endete Anfang August vor dem Landesgericht Innsbruck mit rechtskräftigen Freisprüchen für vier junge Männer. „Schmotzer“ war im April dieses Jahres getötet worden. Die Beteiligten filmten die Tat. Das verstörende Video verbreitete sich rasend schnell im Netz. Die Empörung über die Tat war riesig, das Unverständnis über das Urteil ebenso.
Jetzt hat die Causa offenbar ein verwaltungsstrafrechtliches Nachspiel. Denn die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel leitete Verwaltungsstrafverfahren gegen die vier Einheimischen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren ein, wie der ORF zuerst berichtete. Damit wird auch einer zentralen Forderung vieler Tierschützer nachgekommen. Der Tierschutzverein Kitzbühel hat dafür auch eine Unterschriftenaktion gestartet. Nach Prüfung des Urteils sehe man weiterhin offene tierschutzrechtliche Fragen, wird der jetzige Schritt der Behörde begründet.
Ohne „vernünftigen Grund“ getötet?
Im Zentrum des nun eingeleiteten Verwaltungsverfahrens stehe die Frage, ob das Tier ohne „vernünftigen Grund“ getötet wurde. Dieser Aspekt sei nach Ansicht der Behörde besonders zu hinterfragen. Man stütze sich dabei auf die Argumentation der Tierärztekammer. Laut BH Kitzbühel drohen den jungen Männern im Falle des Falles Geldstrafen von bis zu 7500 Euro.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.