„Kein Freund ...“

Sogar Wirtschaftsminister gegen eigene Paketsteuer

Wirtschaft
07.10.2026 18:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Fast gleichlautend mit dem heimischen Handelsverband sieht auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) viele Probleme bei der von der Regierung eingeführten Paketabgabe von 2,40 Euro.

Hattmannsdorfer stehe zwar zur Vereinbarung, aber jede zusätzliche Steuer sei eine Belastung. „Deshalb bin ich kein Freund neuer Abgaben und kein Freund der Paketabgabe.“ Das Ministerium hat ebenso wie die Händler Bedenken, ob sie europarechtlich zulässig ist. „Wenn sie aufgehoben wird, dann fällt die Paketabgabe“, stellt Hattmannsdorfer klar. Der Schutz unserer Betriebe vor Billig-Importen aus China müsse besser anders geregelt werden. Auch die Auswirkung auf die Inflation durch die höheren Preise sei kritisch.

Die Paketabgabe in Höhe von 2,40 Euro pro Sendung wurde von der Bundesregierung, der bekanntermaßen auch Hattmannsdorfer ÖVP angehört, als Teil eines Maßnahmenpakets eingeführt, das unter anderem den Wettbewerbsdruck durch internationale Online-Händler eindämmen und einen Beitrag zur Budgetkonsolidierung leisten soll. Besonders im Fokus stehen dabei Billigimporte aus Drittstaaten, allen voran aus China, die über Plattformen wie Temu oder Shein in großer Zahl nach Europa gelangen.

Der Handelsverband warnte mehrfach vor höheren Kosten für Konsumenten und einem zusätzlichen Verwaltungsaufwand für Logistikunternehmen. Zudem bestehen Zweifel, ob die Abgabe mit europäischem Recht vereinbar ist. 

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