Stecken geblieben

Durstiges Reh mit Gießkanne am Kopf umhergeirrt

Burgenland
12.08.2026 11:00

Die Wasserknappheit nimmt besorgniserregende Formen an: Um ausreichend trinken zu können, lassen Wildtiere und Vögel im derzeitigen Hitzesommer nichts unversucht. Im schlimmsten Fall endet die Suche dramatisch.

Kein einziger Tropfen vom Himmel, karge Böden, Lacken und Bäche, die nahezu ausgetrocknet sind – die lang anhaltende Dürre dieses Rekordsommers setzt Fauna und Flora extrem zu. In der freien Natur ist das Wild stets auf der Suche nach dem kostbaren Nass, das derzeit noch viel wertvoller ist als sonst.

Plötzlich steckte Kopf fest
Ein durstiges Rehlein hat es sogar in eine Wohnsiedlung verschlagen. In einem privaten Garten in der Verlängerung der Berggasse in Mörbisch hatte „Bambi“ eine abgestellte Gießkanne aufgestöbert, in der wenigstens noch ein bisschen Wasser war.

Schwuppdiwupp, kaum war die Schnauze im Gefäß, steckte auch schon der ganze Kopf fest. Aus dieser tückischen Falle gab es (vorerst) kein Entkommen.

Jägerschaft und Feuerwehr – so wie in Schattendorf – helfen mit Wasser aus, wo sie können: „Wir ...
Jägerschaft und Feuerwehr – so wie in Schattendorf – helfen mit Wasser aus, wo sie können: „Wir achten darauf, dass das Wild genug zu trinken hat.“(Bild: Jagdgesellschaft Schattendorf)
Im Wald finden Wildtiere und Vögel aller Art improvisierte Tränken vor, die ausreichend Reserven ...
Im Wald finden Wildtiere und Vögel aller Art improvisierte Tränken vor, die ausreichend Reserven haben.(Bild: Jagdgesellschaft Schattendorf)

Das Reh war schneller
Das in Panik geratene Rehlein irrte orientierungslos umher. Erstaunt und besorgt zugleich reagierte ein Pensionist, der mit seinen Enkelkindern, 17 Monate alte Zwillinge, das verwirrte Wildtier entdeckt hatte. Nachkommende Spaziergänger alarmierten einen Jäger, der „Bambi“ umgehend retten sollte.

Doch das geschickte Reh war schneller. Wie durch ein Wunder schaffte es das junge Tier, sich mit allerlei Verrenkungen selbst zu befreien, noch bevor der Waidmann helfend eingreifen konnte.

Ohne Gießkanne auf dem Kopf verschwand „Bambi“ schnurstracks im nahen Wald. Vermutlich hat sich das Reh erneut auf die Suche nach etwas Trinkbarem gemacht. „Das Missgeschick ging gut aus, alle waren erleichtert“, freute sich der Pensionist, ein ehemaliger Polizeibeamter.

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