Das Uhudlerlandestheater startet auf Schloss Tabor in die Proben: Mit „Orpheus“ bringt Regisseur Marcus Ganser eine ebenso humorvolle wie bissige Bearbeitung des berühmten Mythos auf die Festspielbühne. Ab 27. August wird geliebt, gestritten und sogar die Unterwelt gehörig aufgemischt.
Die Proben haben begonnen! Auf Schloss Tabor laufen die Vorbereitungen für die diesjährige Produktion des Uhudlerlandestheaters auf Hochtouren. Regisseur Marcus Ganser und sein Ensemble widmen sich diesmal einem der berühmtesten Liebespaare der Antike – allerdings ganz anders, als man es vielleicht erwarten würde.
Mit „Orpheus – Wo geht’s denn hier zur Unterwelt?“, einer Bearbeitung von Eva Weinek, kommt eine turbulente, musikalische und höchst zeitgemäße Version des Orpheus-Stoffes auf die Festspielbühne.
Eine Ehe zwischen Himmel und Hölle
Um die große Liebe ist es bei Orpheus und Eurydike nämlich nicht besonders gut bestellt. Eurydike langweilt sich daheim zu Tode, während ihr Gatte, der eher mäßig begabte Geiger Orpheus, lieber seinen Schülerinnen nachstellt.
Da kommt der virile Aristeus gerade recht. Doch der vermeintliche Verehrer hat ein Geheimnis: Hinter ihm verbirgt sich niemand Geringerer als Pluto, der Herrscher der Unterwelt. Er nimmt Eurydike kurzerhand mit in sein finsteres Reich.
Orpheus? Der ist über den Fortgang seiner Frau zunächst gar nicht so unglücklich. Wäre da nicht die Öffentliche Meinung. Die verlangt vom Ehemann, gefälligst vor die Götter zu treten und seine Eurydike zurückzufordern.
Und was will eigentlich Eurydike?
Damit nimmt das Chaos erst richtig Fahrt auf. Denn plötzlich erscheint auch noch die Neue Öffentliche Meinung – und stellt eine Frage, die die vermeintlich göttliche Ordnung gehörig ins Wanken bringt: Was sagt eigentlich Eurydike selbst dazu?
Alte Besitzansprüche prallen auf moderne Vorstellungen von Freiheit und Selbstbestimmung. Olymp und Unterwelt geraten aus den Fugen – bis sich die Ereignisse bei einem turbulenten Fest in Plutos Reich überschlagen.
Natürlich darf dabei auch einer der berühmtesten musikalischen Höhepunkte des Orpheus-Stoffes nicht fehlen: der mitreißende Höllen-Cancan.
Schloss Tabor wird zur Festspielbühne
Mit dem Start der Proben beginnt für das Ensemble und Produktionsteam nun die intensive Vorbereitungszeit. Bis zur Premiere am 27. August wird auf Schloss Tabor gespielt, gefeilt und geprobt.
Das Publikum darf sich auf einen unterhaltsamen Theaterabend mit viel Witz, Musik und überraschenden Perspektiven auf den antiken Mythos freuen. Denn zwischen Olymp und Unterwelt geht es diesmal nicht nur um die Liebe – sondern auch um die Frage, wer eigentlich über wen bestimmen darf.
Spielort: Festspielbühne Schloss Tabor
Einlass: bei den Abendvorstellungen ab 18.30 Uhr
Das Team hinter „Orpheus“
Hinter der Produktion steht ein erfahrenes Team:
Intendanz: Martin Weinek
Regie: Marcus Ganser
Assistenz: Laurids Weinek
Textbuch & Dramaturgie: Eva Weinek
Klavier: Béla Fischer Jr.
Bühnenbild: Martin Gesslbauer
Maske: Carmen Vollmann
Jetzt Karten sichern!
Karten für „Orpheus – Wo geht’s denn hier zur Unterwelt?“ sind ab sofort im Ticketshop von Schloss Tabor erhältlich. Alle Termine, Tickets und weitere Informationen gibt es unter schlosstabor.at.