Die Staatsanwaltschaft Feldkirch wirft drei Männern im Ländle vor, von 2024 bis 2025 eine Cannabis-Plantage betrieben zu haben. Zur Tarnung soll ein nicht näher definierter Verein gedient haben, in welchem die Angeklagten praktischerweise auch gleich hohe Funktionärsämter bekleideten. Laut Anklage produzierten sie 13,7 Kilogramm Cannabiskraut sowie 5,7 Kilogramm Hanfblüten, die sie anschließend verkauften.
Anklage nun rechtskräftig
Die Anklage gegen das Trio ist mittlerweile rechtskräftig geworden, wie der ORF Vorarlberg als Erstes berichtete. Das Oberlandesgericht Innsbruck wies die Einsprüche der Männer, die eine Einstellung des Verfahrens verlangt hatten, zurück. Der Prozess findet demnächst am Landesgericht Feldkirch statt, ein genauer Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.
Teilgeständnis des Vizepräsidenten
Die Aussagen der Männer dürften wenig zu ihrer Entlastung beigetragen haben. Laut Gerichtsentscheidung gab der Zweitangeklagte, seines Zeichens Vizepräsident des Vereins, bereits zu, allein zwischen Mai und September des Vorjahres 250 bis 300 Hanfpflanzen angebaut zu haben.
Zoll machte den Zufallsfund
Aufgeflogen war die Gruppe durch einen Hinweis des Zolls an das Landeskriminalamt. Zöllner hatten das Vereinslokal ursprünglich auf der Suche nach illegalen Tabakwaren durchsucht. Bei dieser Routinekontrolle stießen sie jedoch unerwartet auf die kiloweise verpackten Drogen und verständigten umgehend die Kriminalpolizei.
Verkauf im Verein getarnt
Die geernteten Drogen seien laut Anklageschrift gewinnbringend veräußert worden. Besonders bemerkenswert: Der Verkauf an Kunden, darunter auch Mitglieder, wurde als offizielle Vereinstätigkeit getarnt. Für den Drogenabsatz habe der Verein laut den Ermittlern sogar eine eigene, interne Initiative etabliert.
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