Wie lässt sich eine ungenutzte Dachfläche in ein städtisches Biotop verwandeln? Beim jüngsten Praxisworkshop in der Dornbirner CampusVäre drehte sich alles um die Begrünung von Dächern. 20 Teilnehmer erhielten dabei nicht nur Fachwissen über den Aufbau und die Voraussetzungen von Gründächern, sondern packten auch selbst mit an.
Gründächer bieten gerade in dicht bebauten Gebieten erhebliche Vorteile für das Mikroklima. Sie speichern Regenwasser, wirken als natürliche Dämmung gegen sommerliche Hitze und schaffen wichtigen Lebensraum für Insekten und Pflanzen. Zudem schützt die Bepflanzung die darunterliegende Dachhaut vor Witterungseinflüssen, was deren Lebensdauer verlängern kann. Besonders flache oder nur leicht geneigte Dächer eignen sich für eine nachträgliche Bepflanzung, sofern die baulichen und statischen Voraussetzungen der Gebäude gegeben sind. Beim Workshop der Stadt Dornbirn ging es darum, bereits versiegelte Flächen klug zu nutzen und das urbane Gebiet an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Möglichkeiten aufgezeigt
„Gerade im bestehenden Stadtgebiet können wir nicht beliebig neue Grünflächen schaffen. Deshalb müssen wir auch jene Flächen in den Blick nehmen, die bisher kaum genutzt werden. Dächer bieten hier großes Potenzial. Mit solchen Workshops vermitteln wir Wissen und zeigen ganz praktisch, welche Möglichkeiten es für die Umsetzung gibt“, erklärt der für die Pionierstadt Dornbirn zuständige Stadtrat Johannes Zangerl.
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