Während hierzulande inzwischen zumindest die Nächte etwas kühler werden und in Sölden die Pistenvorbereitungen für den Auftakt des alpinen Skiweltcups in gutem einem Monat angelaufen sind, herrscht in den Anden immer noch tiefster Winter! Perfekte Bedingungen für die rot-weiß-roten Skicrosser, die sich erstmals in Chile auf die Saison vorbereiten.
„Das wichtigste ist, dass wir auf Schnee trainieren können“, hatte Ländle-Skicrosserin Sonja Gigler im Vorfeld des Südamerikatrainingslagers, bei dem sie und ihre ÖSV-KollegInnen für den Flug aufkommen mussten, erklärt. Am 13. September ging es für die 24-Jährige, den Oberländer Olympia-11. Nicolas Lussnig sowie Katrin Ofner, Johannes Aujesky und Adam Kappacher ins chilenische La Parva – und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. „Es ist mega“, schwärmt die Kästle-Pilotin von den Bedingungen in den Anden, die heuer besonders viel Schnee abbekommen hatten.
Top-Nationen vor Ort
„Wir haben auch das notwendige Wetterglück“, verrät Markus Gutenbrunner, der in der neuen Saison nicht nur als Sportlicher Leiter, sondern auch Cheftrainer im ÖSV agierte. „Auch das italienische und das französische Team sind vor Ort. Die waren bereits in den vorigen Jahren hier und haben einen eigenen Kursbauer dabei. Da konnten wir uns dankenswerterweise einklinken.“
Heißt: Das rot-weiß-rote Team findet zur Vorbereitung auf die Heim-WM im Montafon, die von 6. bis 21. März 2027 steigt neben perfekten Riesentorlaufpisten auch einen Skicrosskurs vor, auf dem man sich etwa mit Olympiasieger Simone Deromedis (It) messen kann.
Kleines Team, große Reise
Da stellt sich allerdings die Frage, weshalb man nicht schon in den vergangenen Jahren zur Vorbereitung nach Chile geflogen ist. „Da war unsere Mannschaft noch größer. Das wäre sich finanziell einfach nicht ausgegangen“, gesteht Gutenbrunner, der sich den Trip vorab von ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher absegnen ließ. „Zudem hatten wir in diesem Jahr aufgrund der Situation auf den Gletschern auch gar keine andere Option.“
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