Die Tourismusschule GASCHT wird neu aufgestellt. Unter anderem übersiedelt der Standort in Hohenems übersiedelt komplett nach Bregenz. Land und Wirtschaftskammer investieren mehr als 13 Millionen Euro in den Ausbau der neuen Ausbildungsstätte.
Bekannt sind die Pläne bereits länger, nun sind sie offiziell: Am Dienstag wurde in einer Absichtserklärung beschlossen, dass Bregenz der neue Hauptstandort der Gastgeberschule für Tourismusberufe (GASCHT) wird. Die bisherigen Klassen aus Hohenems übersiedeln dafür komplett dorthin. Die beiden Standorte in Bezau und Bludenz bleiben bestehen, werden jedoch verkleinert. Die Ganzjahresklassen verbleiben vor Ort, die dritten und vierten Klassen wechseln wiederum nach Bregenz. Dadurch sollen Ressourcen effizienter genutzt werden.
Neuer Campus am Marienberg
Für die Schulzentrale sind am Campus Marienberg in Bregenz knapp 3000 Quadratmeter Fläche eingeplant. Im Dominikusbau entstehen neue Klassenräume, eine Lehrküche und Büros für die Verwaltung. Die Küche im Klostergebäude wird komplett erneuert und mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet. In der Villa Raczynski finden ebenfalls kleinere Umbauten statt. Das Bauprojekt soll bis Ende 2029 fertiggestellt sein.
Millionenbudget für den Ausbau
Die Kosten für das Projekt übernehmen das Land Vorarlberg und die Wirtschaftskammer. Das Land leistet einen sogenannten „verlorenen Investitionskostenbeitrag“ von bis zu 11,1 Millionen Euro brutto, wertgesichert und nach Baukostenindex angepasst. „Verloren“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Beitrag nicht zurückgezahlt wird. Die Wirtschaftskammer steuert einmalig zwei Millionen Euro bei. Um weitere Baukosten zu finanzieren, hat man bereits beim Bildungsministerium einen Förderantrag eingereicht.
Kostenlose Privatschule
Die GASCHT wird zwar als katholische Privatschule geführt, ist für die knapp 300 Jugendlichen aber gebührenfrei. Die vierjährige Ausbildung verknüpft Praxiswissen mit Hotelmanagement. Die Abbruchquote der Schüler liegt laut dem Land bei unter fünf Prozent, immerhin rund 80 Prozent der Absolventen bleiben der Tourismusbranche langfristig treu.
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