Ein aus der Ukraine stammender Straftäter wütete angesichts seiner drohenden Abschiebung im Polizeianhaltezentrum Wien-Hernals mit einer Rasierklinge. Anschließend wendete er Gewalt gegen die Polizisten an. Im Prozess sagt er: „Ich habe nur leichten Widerstand geleistet.“
Wieder Ärger bei der Abschiebung eines Straftäters in Österreich: Ein Ukrainer mit lettischer Staatsbürgerschaft, der wegen Raubs vorbestraft ist, schlug mit Kopf, Fäusten und Füßen gegen die Polizisten und soll dabei gedroht haben, sie mit dem HIV-Virus anzustecken – wofür er sich im Wiener Landl verantworten muss. „Es gibt keine Beweise“, behauptet er. Der Mann wurde später im Krankenhaus negativ auf HIV getestet. „Ich habe das nur gesagt, damit sie mich in Ruhe lassen.“
Zuerst sich selbst verletzt, dann Polizisten
Der Angeklagte hatte sich so heftig gegen seinen Transport vom Polizeianhaltezentrum zum Flughafen gewehrt, dass die Beamten verletzt wurden. Zuvor hatte sich der 47-Jährige mit einer Rasierklinge, die er schließlich durch die Essensklappe warf, selbst Verletzungen zugefügt.
„Er hat alles eingesetzt, was er hatte“, erinnerte sich ein Beamter als Zeuge. Später soll der Abzuschiebende geschrien haben: „Ich habe HIV und ihr werdet alle sterben.“ – „Ich habe nur leichten Widerstand geleistet“, erwiderte der Mann. Laut seinem Anwalt sei er mit übermäßiger Gewalt von sechs bis acht Polizisten konfrontiert gewesen. „Der Angeklagte ist doch sehr groß und kräftig, da ist es verständlich, dass man viele Beamte braucht“, erwidert die Staatsanwältin.
Prozess endet mit Verurteilung
Fazit: Der Illegale konnte seiner Abschiebung entgehen. Seinen Schubhaftraum tauscht er für die nächsten Monate gegen eine Gefängniszelle.
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