Staatsanwalt ermittelt

Jetzt ist Legionellen-Ausbruch ein Fall für Justiz

Oberösterreich
22.09.2026 10:35
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

32 Erkrankte, drei Todesopfer – es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Justiz dem Legionellen-Ausbruch in Linz annimmt. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft offiziell Ermittlungen „gegen unbekannt“ aufgenommen. 

Der Verdacht lautet: fahrlässigen Tötung. Insgesamt erkrankten in Linz und Umgebung 32 Personen an der von den Bakterien verursachten Legionärskrankheit, drei von ihnen starben.

„Gegen unbekannt“
Als eine mögliche Quelle steht eine Kühlanlage der Linz AG im Fokus. Dort wurde derselbe Bakterienstamm nachgewiesen wie bei einem der Erkrankten, zudem würden die räumliche und zeitliche Verteilung der Fälle und vorläufige Analysen der Luftströmungsverhältnisse darauf hindeuten, so die Gesundheitsbehörden. Die betroffene Anlage wurde mittlerweile gereinigt, desinfiziert und auf Trockenbetrieb umgestellt, damit könne es laut Unternehmen zu keiner Legionellenbildung mehr kommen.

Hinterbliebener hatte Anzeige erstattet
Die Staatsanwaltschaft ermittelt aber derzeit nicht gegen die Linz AG, sondern ausdrücklich gegen unbekannte Täter. Es gebe einen Ermittlungsauftrag an die Polizei. Zuvor hatte ein Hinterbliebener Anzeige erstattet und nach einer Prüfung des Anfangsverdachts durch die Staatsanwaltschaft wurde jetzt die offizielle Ermittlung eingeleitet.

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