In Ungarn ist das Atomkraftwerk Paks aufgrund des niedrigen Donauwasserstands zum Teil abgeschaltet worden. Auch Länder wie Rumänien und Serbien produzieren derzeit weniger Strom. In Österreich sei die Lage aber „stabil“, teilte das Energieministerium am Dienstag mit.
Die Entwicklung würde laufend beobachtet. „Auch in Österreich führt die niedrige Wasserführung derzeit zu einer geringeren Erzeugung aus Laufwasserkraftwerken als im saisonalen Durchschnitt. Die geringere Laufwasserkrafterzeugung wird jedoch durch andere Erzeugungsquellen ausgeglichen (...)“, führte das Energie- und Wirtschaftsministerium aus. Man habe einen „breiten Mix unterschiedlicher Erzeugungsquellen“. Tagsüber würden vor allem Photovoltaikanlagen einen Beitrag zur Stromversorgung leisten, in den Abendstunden würden dann Pumpspeicherkraftwerke die Lastdeckung übernehmen.
Das Ministerium erwartet keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit. „(...) Gerade in Zeiten extremer Wetterlagen zeigt sich, wie wichtig Investitionen in heimische erneuerbare Energien, leistungsfähige Netze und Speicher sind. Österreich ist gut vorbereitet. Wir beobachten die Lage laufend und sorgen gemeinsam mit den Netzbetreibern dafür, dass die Stromversorgung von Menschen und Unternehmen jederzeit gewährleistet bleibt“, sagte Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP).
Sollte sich die Lage ändern, würden Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Netzbetreibern und europäischen Partnern gesetzt. Es gebe bestehende Pläne, sagte die Staatssekretärin. In Ländern wie Ungarn und Serbien haben die Regierungen ihre Bevölkerung sowie Unternehmen bereits zum Stromsparen aufgerufen.
Wie berichtet, führt die Donau derzeit außergewöhnlich wenig Wasser. Die Pegelstände in den freien Fließstrecken liegen rund 60 cm unter dem langjährigen Niederwasserwert. Der vergangene Juli war der viertwärmste der 260-jährigen Messgeschichte. Vor allem der Osten Österreichs hatte auch mit massiver Trockenheit zu kämpfen. „An manchen Messstellen lag das Niederschlagsdefizit bei 90 Prozent“, teilte GeoSphere Austria am Dienstag mit.
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