31 Jobs sind weg

Zweite Pleite in nur einem Jahr für Autozulieferer

Oberösterreich
04.08.2026 15:15
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Das Familienunternehmen Begalom aus Altmünster (OÖ) ist in Konkurs – schon wieder. Denn schon im Sommer des Vorjahres rutschte der Autozulieferer in ein Sanierungsverfahren. Die erwarteten Umsatzsteigerungen infolge der Sanierung sind nicht eingetreten, nun folgt die „endgültige“ Pleite. Auch ein zweiter Betrieb aus OÖ steht vor dem Aus.

Ende August 2025 war die Begalom Guss GmbH aus Altmünster zum ersten Mal insolvent. Das Familienunternehmen fertigt Aluminiumgussteile für die Luftfahrt, den Motorsport sowie für Schienenfahrzeuge, und ist zudem Prototypenbauer für die Automobilindustrie. Der Betrieb litt im Vorjahr unter den Einbrüchen in der Autobranche und sammelte rund 2,7 Millionen Euro an Schulden an.

Jetzt gibt es einen Folgekonkurs: Weil sich die Umsätze durch das Sanierungsverfahren nicht wie erhofft entwickelt haben und Verhandlungen mit möglichen Investoren gescheitert sind, ist das Unternehmen erneut zahlungsunfähig. Die Bezahlung der zweiten Sanierungsplanquote scheint nicht mehr möglich, berichtet der Gläubigerschutzverband KSV1870.

Die Begalom Guss GmbH ist damit wieder in Konkurs. Den Verbindlichkeiten von 3,3 Millionen Euro stehen Aktiva von rund 1,7 Millionen Euro gegenüber. Es dürfte das endgültige Aus des Betriebs sein: „Eine Unternehmensfortführung erscheint nicht zweckmäßig – die Verwertung wird durchzuführen sein“, teilt die Creditreform mit. Damit stehen 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Jobverlust.

Stahlbauer ist ebenfalls insolvent
Auch ein zweiter Betrieb aus Oberösterreich steht vor der Schließung: Die Staber Stahl- und Anlagenbau GmbH aus Ried im Traunkreis ist ebenfalls insolvent. Die Firma fertigt hauptsächlich Stahlkonstruktionen und Anlagen. Seit dem Vorjahr sei der wirtschaftliche Betrieb aber nicht mehr möglich, heißt es laut KSV1870 von der Geschäftsführung. Der Umsatz sei aufgrund der schlechten Konjunktur eingebrochen, dazu seien steigende Material- und Lohnkosten gekommen.

Die Schulden betragen Angaben der Creditreform zufolge rund 2,1 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind 22 Dienstnehmer und 66 Gläubiger betroffen. Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht geplant.

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