Gläubiger stimmen zu

ADA Möbel: Produktion im Ausland scheint gerettet

Steiermark
04.08.2026 12:41

Für ADA Möbel dürfte es eine Zukunft geben: Der Sanierungsplan für die Holding wurde angenommen, die Produktion in Ungarn und Rumänien sollte damit fortgesetzt werden. Jene im oststeirischen Anger hingegen ist längst geschlossen. 

ADA zählt zu den größten und aufsehenerregendsten Insolvenzen 2026 in der Steiermark. Vor allem für die Region Anger, wo sich das Stammwerk befand, waren die finanziellen Turbulenzen des Traditionsbetriebs ein schwerer Schlag. Die Produktion in Anger wurde nach der Zahlungsunfähigkeit im März eingestellt, 80 Mitarbeiter wurden abgebaut, berichtet der Kreditschutzverband AKV. Es läuft in der Steiermark bereits die Verwertung der Anlagen und der Immobilie. 

Fortgeführt werden sollen hingegen die Produktionsstandorte in Ungarn und Rumänien. Doch auch sie benötigen frisches Kapital und einen finanziellen Neustart. Indem der Sanierungsplan der ADA Möbelwerke Holding AG am Dienstag von den Gläubigern mehrheitlich angenommen worden ist (sie erhalten 20 Prozent der insgesamt 18,3 Millionen Euro an erkannten offenen Forderungen), ist ein erster wichtiger Schritt gesetzt. In Ungarn wurde zudem laut dem Kreditschutzverband KSV1870 ein Restrukturierungsverfahren für zwei Gesellschaften positiv abgeschlossen.

Nun soll ein strategischer Partner an Bord geholt werden, die Finanzierung des Sanierungsplans soll dann aus dem laufenden Geschäft erfolgen. Über den Sanierungsplan der Tochtergesellschaft ADA Möbelfabrik GmbH wird übrigens am 27. August abgestimmt. 

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