Einsatz bis in Nacht

Lobau-Brand: 18 Hektar vernichtet, Behörde warnt

Wien
04.08.2026 21:55

Großeinsatz in der Wiener Lobau! Wegen der anhaltenden Trockenheit hatte sich ein Waldbrand zu einem Flächeninferno ausgewachsen. Der Löschhubschrauber war den gesamten Dienstagnachmittag im Einsatz. Anrainer wurden von der Polizei aufgefordert, in den Häusern zu bleiben. Gegen Abend war das Feuer unter Kontrolle. Die MA 49 warnte aber angesichts der Trockenheit, dass die Gefahr von Waldbränden aktuell enorm hoch sei. 

Nach ersten Schätzungen waren circa 18 Hektar Waldfläche vom Brand betroffen. Menschen kamen laut einer Mitteilung der Wiener Feuerwehr und des Katastrophenschutzes nicht zu Schaden. Die Ursache des Brandes ist nicht bekannt, dazu folgen Ermittlungen.

Löschhubschrauber im Einsatz
Die Rauchentwicklung war kilometerweit deutlich zu sehen. Auch ein Löschhubschrauber wurde am Dienstagnachmittag hinzugezogen. Das Bundesministerium für Inneres unterstützte die Löscharbeiten, Feuerwehren aus Wien und Niederösterreich standen im Einsatz. Das Rote Kreuz Niederösterreich rückte an und versorgte die Einsatzkräfte mit Wasser, Elektrolyten, Traubenzucker, kühlen Getränken und Verpflegung. 

Gegen 18.45 Uhr konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden, die Gefahr war allerdings noch nicht gebannt. Wie es gegenüber der „Krone“ hieß, könne man nun zwar die Zahl der Einsatzkräfte reduzieren, die Löscharbeiten dauern allerdings weiter an. Das betroffene Teilstück der Lobau wurde von der Polizei abgesperrt.

Mit dem sogenannten „Bambi Bucket“ wurde das Wasser über die Brandstelle gebracht.
Mit dem sogenannten „Bambi Bucket“ wurde das Wasser über die Brandstelle gebracht.(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Videoaufnahmen zeigen, wie der Hubschrauber des BMI Wasser aus dem nahegelegenen Mühlwasser holt – direkt vor den Augen der Badenden, die angesichts der Hitze Abkühlung suchen.  

Ölhafen Lobau nicht in Gefahr
Insgesamt waren ungefähr neun Feuerwehren vor Ort. Wie Feuerwehrsprecher Lukas Schauer von Berufsfeuerwehr Wien am Dienstagnachmittag erklärte, sei der Einsatz „enorm fordernd aufgrund der hohen Temperaturen“, hieß es gegenüber der „Krone“: „Der Wind ist ein großes Problem.“ 

Der Einsatz in der Lobau war weithin zu sehen, die Rauchsäule sorgte bei den Anrainern für ...
Der Einsatz in der Lobau war weithin zu sehen, die Rauchsäule sorgte bei den Anrainern für Besorgnis.(Bild: Krone-Collage/Leserreporter Thomas Grunt)

Der Ölhafen Lobau war jedoch nicht in Gefahr, hieß es. Auch Mitarbeiter des Wiener Forstamtes (MA 49) sowie der Polizei waren vor Ort, der Einsatz lief koordiniert ab und dürfte sich noch bis in die Nachtstunden ziehen. 

Anrainer sollen in Häusern bleiben
Zwischendurch meldeten sich Zeugen bei der „Krone“, wonach die Polizei bereits die Anrainer verständigt hatte, das Wichtigste zusammenzupacken. Später gab es allerdings Entwarnung: Eine Evakuierung war nicht nötig. Die Menschen wurden nur dazu aufgefordert, in den Häusern zu bleiben. 

Appell der Stadt Wien: „Grill- und Feuerverbot einhalten“
Die anhaltende Trockenperiode ohne ausreichende Niederschläge hat zu einer extremen Austrocknung der Wälder und Wiesen in Wien geführt. Das führt zu einer besonders hohen Gefahr, dass Vegetationsflächen in Brand geraten.

Deshalb appelliert der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien abermals eindringlich, sich an das Grill- und Feuerverbot zu halten und keine gefährlichen Gegenstände wie Zigarettenreste oder ähnliches achtlos wegzuwerfen. Sollte während eines Spaziergangs ein Brand oder eine Rauchentwicklung bemerkt werden, ist umgehend die Feuerwehr über den Notruf 122 zu alarmieren.

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