Sogenanntes Sexting, Nudes (Nacktfotos) und Dick-Pics (Penisbilder) gehören zum Online-Alltag vieler Jugendlicher. Doch wie wirkt sich dieses „Überangebot“ auf die reale Sexualität aus und wo liegen die Gefahren? Sexualpädagogin Karin Mühlwasser und Medienpädagoge Manuel Lanzerstorfer klären junge Menschen in Workshops darüber auf.
„Krone“: Die Nachtgastro stöhnt, weil sich Jugendliche lieber online treffen, als feiern zu gehen. Wie viel Beziehung spielt sich in dieser Altersgruppe digital ab und wie hat das Handy die Sexualität verändert?
Karin Mühlwasser: Vor allem die ersten Anbahnungsversuche und das Kennenlernen laufen digital ab. Mir kommt vor, dass Jugendliche in der realen Welt viel schüchterner werden. Was echte sexuelle Erfahrungen betrifft, ist das Alter eher rückläufig, etwa die Hälfte hat bis zum 17. Geburtstag schon Sex gehabt. Die andere Hälfte aber nicht.
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