74% Ergebnis-Plus

Aluminiumkonzern AMAG steigert Gewinn trotz Zöllen

Oberösterreich
30.07.2026 13:15
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Der börsennotierte Aluminiumkonzern AMAG (Austria Metall AG) aus OÖ steigerte im ersten Halbjahr trotz Iran-Krieg und US-Zöllen die Erlöse und den Gewinn deutlich. Das Ergebnis nach Ertragssteuern kletterte im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 74 Prozent auf 40,7 Millionen Euro.

Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 850,7 Millionen Euro, wie der Innviertler Konzern am Donnerstag mitteilte. „Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten, US-Zöllen auf Aluminium und einer im internationalen Vergleich hohen Kosteninflation konnten wir unsere Ertragskraft im Halbjahresvergleich um 25 Prozent deutlich steigern und die Profitabilität weiter verbessern“, sagt AMAG-Chef Victor Breguncci. Produktivitätssteigerungen, Optimierungen im Produktmix, ein Absatzrekord im Segment Walzen im zweiten Quartal und Kosteneffizienzmaßnahmen hätten zur positiven Geschäftsentwicklung beigetragen.

Aluminiumpreise sind gestiegen
Der Gesamtabsatz der AMAG-Gruppe lag im ersten Halbjahr mit 221.400 Tonnen leicht über dem Vorjahresniveau von 220.400 Tonnen. Das Umsatzplus ist laut Unternehmensangaben auf die gesteigerte Absatzmenge im Segment Walzen und das deutlich höhere Aluminiumpreisniveau zurückzuführen. „Eine sehr gute operative Performance“ am Standort Ranshofen im Innviertel habe deutliche Mengenzuwächse in den wichtigen Märkten Automobil (+31 Prozent) und Wärmetauscher (+23 Prozent) sowie weiteres Wachstum bei Luftfahrt (+9 Prozent) und industrielle Anwendungen (+2 Prozent) ermöglicht, so der Aluminiumkonzern.

Für die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr ist der AMAG-Vorstand „zuversichtlich“. Man erwarte ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 170 Millionen Euro bis 190 Millionen Euro. Es gebe aber „weiterhin zahlreiche Unsicherheiten“, unter anderem die geopolitischen Entwicklungen, mögliche Änderungen bei US-Einfuhrzöllen und Gegenzöllen sowie Energiepreisen, erklärte das AMAG-Management.

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