Die jüngste Welle an Unternehmenspleiten reißt nicht nur die betroffene Belegschaft in arge Turbulenzen, sondern auch ein wichtiges Instrument des Sozialstaates. Ehemalige Mitarbeiter berichten, wie sie durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds zu ihrem Geld gekommen sind.
Serhat Keskin konnte es zunächst gar nicht fassen. Die Pleite seines Arbeitgebers Ende 2024 traf den KTM-Techniker wie ein Hammerschlag. Es hatte sich zwar schon länger abgezeichnet, trotzdem war es dann ein Schock. „Denn das erwartete Weihnachtsgeld war schon für offene Rechnungen verplant. Ich hatte Glück, dass mir meine Bank entgegengekommen ist. Das ist der Vorteil, wenn man am Land lebt, wo jeder jeden kennt“, erzählt der zweifache Familienvater, der den Kredit für sein Haus stemmen musste – seine Frau war damals in Karenz.
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