Noch vor Saison

WHO warnt: Dieses Virus breitet sich in Europa aus

Ausland
24.07.2026 11:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein deutlicher Anstieg bei den Fallzahlen von West-Nil-Fieber hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun dazu veranlasst, zu einer erhöhten Wachsamkeit aufzurufen. Insbesondere in Griechenland und Italien habe die Zahl der Erkrankungen durch das von Mücken übertragene Virus in den letzten Wochen zugenommen, teilte das WHO-Regionalbüro für Europa in Kopenhagen mit. Die Krankheitssaison beginne gerade erst.

In Griechenland wurden allein in der vergangenen Woche laut WHO 14 Erkrankungen bestätigt. Damit stieg die Gesamtzahl seit Jahresbeginn auf 21 Fälle. 13 der Erkrankten waren demnach noch in Krankenhäusern, 3 davon nach Angaben der griechischen Nationalbehörde für öffentliche Gesundheit auf Intensivstationen. Italien meldete der WHO zufolge 21 Fälle in 17 Regionen. Jeweils zwei Fälle wurden in Spanien, Rumänien und Nordmazedonien festgestellt.

  Das West-Nil-Virus wird nach WHO-Angaben meist zwischen Mücken und Vögeln übertragen. Infizierte Mücken können aber auch Menschen stechen und diese anstecken, am häufigsten zwischen Juli und September. Die meisten Infizierten bemerken die Ansteckung dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge nicht. Forscher gehen deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in unseren Regionen aus. Sie gilt als einer der ...
Die Asiatische Tigermücke breitet sich in unseren Regionen aus. Sie gilt als einer der häufigsten Überträger des West-Nil-Virus.(Bild: APA/dpa-Zentralbild/Andreas Lander)

Tipps zum Schutz vor Mückenstichen
Etwa ein Fünftel der Infizierten entwickelt laut RKI grippeähnliche Symptome, die zwei bis 14 Tage nach der Infektion beginnen. In schweren Fällen kann es zu Erkrankungen des Nervensystems kommen, darunter Enzephalitis und Hirnhautentzündung. Es gibt weder einen Impfstoff noch ein Gegenmittel. Ärzte können nur die Symptome behandeln.

Die WHO erklärte, das Risiko einer schweren Erkrankung sei für die meisten Menschen gering, doch wegen der längeren und heißeren Sommer erhöhe sich die Möglichkeit einer Ansteckung. „Wer nach einem Mückenstich hohes Fieber, Hautausschlag oder Nackensteifigkeit entwickelt, sollte unverzüglich einen Arzt aufsuchen“, mahnte WHO-Regionaldirektor Hans Henri Kluge. Die WHO rät Reisenden, sich unter anderem durch Kleidung und Insektenschutzmittel vor Mückenstichen zu schützen.

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