Überfall in Regensburg
Messerattacke in Bank: Filialleiter (58) getötet
Schreckliche Szenen ereigneten sich am Donnerstag in einer Bankfiliale in Regensburg (Bayern): Ein 20-Jähriger wollte offenbar die Bank überfallen und ging mit einem Messer auf einen Mitarbeiter der Bank los. Das Opfer – der Filialleiter – wurde noch in ein Krankenhaus gebracht, starb dort aber wenig später.
Zunächst war von einer Geiselnahme die Rede gewesen: Mit dem Angreifer hatten sich über Stunden zwei Bankmitarbeiter in der Filiale aufgehalten – laut „Bild“-Zeitung in einem Raum verschanzt. Der 20-Jährige konnte gegen 18 Uhr von Spezialkräften festgenommen werden – er leistete keinen Widerstand.
Der Verletzte – laut Zeitung der 58-jährige Filialleiter der Hypovereinsbank in Regensburg-Prüfening, der gegen 14.50 Uhr von dem 20-Jährigen attackiert wurde – sei noch in ein Krankenhaus gebracht worden. Wenig später teilte die Polizei allerdings mit, dass das Opfer im Krankenhaus gestorben sei.
Bank: „Sind zutiefst bestürzt“
„Wir sind zutiefst bestürzt über den Verlust eines unserer Kollegen infolge dieses tragischen Vorfalls“, teilte die Hypovereinsbank am Donnerstagabend mit. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden sowie bei den weiteren betroffenen Kolleginnen und Kollegen.“
Die Unterstützung der Mitarbeitenden habe nun höchste Priorität. Die Bank arbeite zugleich eng mit den Behörden zusammen.
Angreifer festgenommen und identifiziert
Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Polizeisprecher Jonas Krauß um einen 20-jährigen Deutschen. Er wurde in einem Spurensicherungsanzug abgeführt. Die zwei weiteren Bankmitarbeiter, die sich in dem Gebäude befunden hatten, konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.
Hubschrauber im Einsatz
Die Polizei und Rettung waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Sowohl ein Hubschrauber als auch das Spezialeinsatzkommando wurden alarmiert. Der Bereich um die Bankfiliale wurde weiträumig abgesperrt, die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Umgebung rund um den Tatort weiträumig zu meiden. Die betroffene Bankfiliale befindet sich im Erdgeschoss eines großen Gebäudekomplexes, in den darüberliegenden Stockwerken sind Wohnungen.
Was das Motiv des Täters ist, blieb zunächst unklar. Am Donnerstagabend dauerte die Spurensicherung der Kripo noch an. Gefahr besteht laut den Einsatzkräften aber nicht mehr.

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