Google geht gegen ein in Schweden ergangenes Urteil vor, nach dem der US-Konzern 1,7 Milliarden Euro Entschädigung an das Preisvergleichsportal Pricerunner zahlen muss. Der Zahlungsdienst Klarna, zu dem Pricerunner gehört, erklärte seinerseits, ebenfalls in Berufung zu gehen – nach seiner Ansicht müsste die Entschädigungssumme höher ausfallen.
Wegen jahrelanger Wettbewerbsverstöße hatte das schwedische Gericht für Patente und Wettbewerb Google Anfang Juli zu einer Zahlung von umgerechnet 1,7 Milliarden Euro an Pricerunner verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, „dass Google über viele Jahre hinweg seinen eigenen Preisvergleichsdienst unrechtmäßig begünstigt hat“.
Die von Google zu zahlende Summe setzt sich laut Gericht aus 14,3 Milliarden Kronen an Schadenersatz und 400 Millionen Kronen Zinsen zusammen – umgerechnet etwa 1,7 Milliarden Euro. Klarna hatte deutlich mehr gefordert.
Klarna: Gesunder Markt kommt allen Käufern zugute
Der Leiter der Klarna-Rechtsabteilung Boudien Moerman, gab an, das Unternehmen habe mit der Berufung von Google gerechnet. Er fügte hinzu: „Pricerunner hat Berufung eingelegt, da wir der Ansicht sind, dass das Urteil vom 1. Juli den über viele Jahre erlittenen Schaden nicht vollständig widerspiegelt, trotz der eindeutigen und gut begründeten Entscheidung des Gerichts zur Haftung.“ Ein „gesünderer, wettbewerbsfähigerer Markt“ komme allen Käufern zugute.
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